Umfrage: IT-Manager sehen schwarz - DER SPIEGEL
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Umfrage IT-Manager sehen schwarz

Nach einer Studie von Merrill Lynch könnte die Nachfrage für Informationstechnologie (IT) in Europa auch im nächsten Jahr schwach bleiben. Die verantwortlichen Manager erwarten mehrheitlich keine Aufstockung ihrer Budgets.
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London - Nur 36 Prozent der europäischen IT-Verantwortlichen rechnen mit einer deutlichen Aufstockung ihres Etats, so eine Umfrage der Investmentbank Merrill Lynch. Eine klare Mehrheit von 64 Prozent erwartet für 2002 ein Wachstum unter fünf Prozent. Mehr als ein Drittel rechnete mit Ausgabenkürzungen.

Personalkosten hatten mit 34 Prozent den größten Anteil am durchschnittlichen IT-Haushalt, gefolgt von Software mit 26 Prozent, Hardware mit 21 Prozent und Dienstleistungen mit 19 Prozent. Für die Zukunft erwarten die Analysten angesichts des Expertenmangels eine Verschiebung von den Personalkosten zu den Ausgaben für Dienstleistungen. Auf Grund des anhaltenden Preisdrucks rechnen sie zudem mit einer Verschiebung zu Gunsten der Software-Ausgaben auf Kosten der Hardware-Investitionen.

64 Prozent der Befragten gehen für das laufende Jahr von rückläufigen Ausgaben im Hardware-Bereich aus. 28 Prozent erwarten gleichbleibende Ausgaben. Bei IT-Dienstleistungen rechnen 61 Prozent mit sinkenden, 19 Prozent mit unveränderten Investitionen. Bei Software sagten 36 Prozent sinkende, 47 Prozent gleichbleibende Ausgaben voraus.

"Die Umfrageergebnisse widersprechen tendenziell der allgemeinen Ansicht, dass im nächsten Jahr schon alles besser wird", schrieben die Analysten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die schwache IT-Nachfragesituation auch im nächsten Jahr anhalte.

Insgesamt rechnen die Experten für 2002 mit einem Wachstum der Ausgaben um 4,5 Prozent. Im laufenden Jahr habe die Wachstumsrate bei 4,7 Prozent gelegen, heißt es in der Studie.