Umfrage: Kleinfeld verliert Anlegervertrauen - DER SPIEGEL
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Umfrage Kleinfeld verliert Anlegervertrauen

Deutschlands Aktionäre bestrafen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld infolge der Korruptionsaffäre mit massivem Vertrauensentzug. Das belegt eine manager-magazin-Umfrage. Zudem lehnt eine Mehrheit die Komplettübernahme von Volkswagen durch Porsche ab und votiert für die Aufspaltung von DaimlerChrysler.
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Hamburg - Das Vertrauen, das Deutschlands Privatanleger Siemens-Chef Klaus Kleinfeld, 41, entgegenbringen, ist in den vergangenen Monaten massiv gesunken. Waren vor drei Monaten noch 52 Prozent der von manager magazin befragten Aktionäre der Meinung, dass Kleinfeld den Wert seines Unternehmens nachhaltig steigern kann, sind es Mitte November nur noch 28 Prozent.

Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Aktionären, die das Bielefelder Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid exklusiv für manager magazin durchgeführt hat. Hintergrund für den Popularitätsverlust des Siemens-Vormanns dürften der missratene Verkauf der Handysparte und die gegen den Konzern erhobenen Korruptionsvorwürfe sein.

Ähnlich klar ist die Meinung der Aktionäre zu einer möglichen Komplettübernahme des Volkswagen-Konzerns   durch den Sportwagenbauer Porsche  . 75 Prozent der Befragten halten eine Beteiligung von Porsche an VW unter 30 Prozent für ausreichend, da Porsche auf diese Weise zusammen mit Niedersachsen, dem zweiten Großaktionär, eine ausreichende Mehrheit für den gegenwärtigen Sanierungskurs habe. Lediglich 19 Prozent halten eine vollständige Übernahme für sinnvoll.

Gut acht Jahre nach dem Kauf von Chrysler durch den Daimler-Konzern scheinen Deutschlands Aktionäre unterdessen die Geduld mit dem transatlantischen Unternehmensverbund zu verlieren. 56 Prozent sind für eine Trennung der beiden Autofirmen, nur 41 Prozent votieren für den Fortbestand von DaimlerChrysler  .

Gespalten ist das Meinungsbild, was die Zukunft der Deutschen Börse   anlangt. Nach dem Scheitern des Zusammenschlusses mit dem Pariser Börsenverbund Euronext, glauben mit 48 Prozent weniger als die Hälfte der Aktionäre, dass die Deutsche Börse ihre Marktposition auch im Alleingang halten kann.

44 Prozent sind der Ansicht, dass die Deutsche Börse Marktanteile gegen das Bündnis aus New York Stock Exchange   und Euronext   verlieren wird. Über weitere Ergebnisse der Studie berichtet manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (15. Dezember) erscheint.