Umfrage: Kündigungsschutz blockiert Neueinstellungen - DER SPIEGEL
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Umfrage Kündigungsschutz blockiert Neueinstellungen

Das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft wollte herausfinden, warum trotz anziehender Konjunktur kaum zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Das Ergebnis müsste den Gewerkschaften zu denken geben. Denn ausgerechnet der Kündigungsschutz ist es, der Unternehmen von Neueinstellungen abhält.
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Köln - Das geht aus einer Umfrage hervor, die das IW unter mittelständischen Unternehmen mit zehn bis einschließlich 249 Beschäftigten vorgenommen hat. Danach verzichten 57 Prozent der Betriebe insgesamt und 70 Prozent der Mittelständler wegen des Kündigungsschutzes darauf, ihr Personal aufzustocken, obwohl sie eigentlich Bedarf haben. Neun von zehn Betrieben seien davon überzeugt, dass Kündigungsschutzprozesse vor dem Arbeitsgericht unkalkulierbare finanzielle Folgen hätten, teilten die Forscher mit. 80 Prozent der befragten Unternehmer erklärten, wegen der Berücksichtigung sozialer Kriterien bei Kündigungen oft Leistungsträger zuerst entlassen zu müssen.

Doch auch andere Bereiche des "rigiden und komplizierten" Arbeitsrechts gelten als entscheidendes Hemmnis bei Neueinstellungen. 86 Prozent der Mittelständler fürchteten die Fallstricke des "Paragrafendschungels", und stellten Neueinstellungen deshalb so weit wie möglich zurück.

Rund 70 Prozent der Unternehmen stellten in der Befragung in Aussicht, bei gelockertem Kündigungsschutz neu einzustellen. Das IW befragte im vergangenen Herbst deutschlandweit 859 Betriebe.