Umfrage Mehrheit will Euro loswerden
München - 56 Prozent der Befragten sind der Forsa-Umfrage zufolge dafür, aus der Währungsunion auszusteigen, nur 41 Prozent würden an der Gemeinschaftswährung festhalten. Während eine Mehrheit der Männer für den Euro eintrat, war die Ablehnung unter Frauen und in den neuen Bundesländern besonders groß. Für die Umfrage befragte Forsa am Dienstag und Mittwoch 1006 Bürger. Den Angaben zufolge bejahten 65 Prozent der Frauen die Frage: "Falls es möglich wäre, sollte die Bundesregierung die Einführung des Euro rückgängig machen und an der DM festhalten?". Nur 32 Prozent und damit nicht einmal jede dritte Frau sagten demnach, der Euro solle wie geplant eingeführt werden. Unter den Männern sprach sich dagegen mit 51 Prozent eine knappe Mehrheit für das Festhalten an der Einheitsdevise aus. 47 Prozent der Männer waren gegen den Euro.
Bei der Umfrage zeigten sich 69 Prozent der befragten Ostdeutschen als Euro-Gegner. Nur 28 Prozent der Menschen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wollten demnach den endgültigen Wechsel von Mark zu Euro. Unter den Westdeutschen waren demnach 53 Prozent gegen den Euro und 44 Prozent dafür. Von den Befragten mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife war eine Mehrheit gegen den Euro, bei den Befragten mit Abitur und Studium gab es eine Mehrheit für die Einheitsdevise. Zustimmung oder Ablehnung zur gemeinsamen europäischen Währung waren auch zwischen den politischen Lagern deutlich verteilt: Mehrheiten für den Euro gab es bei den Wählern von Grünen und FDP mit 73 beziehungsweise 53 Prozent. Die SPD-Wähler lehnten dagegen den Euro mit 50 zu 48 Prozent knapp ab. Noch höher war die Ablehnung bei den Anhängern von CDU/CSU mit 57 zu 41 Prozent und bei den PDS-Wählern mit 64 zu 35 Prozent.