Umfrage: Riester-Rente ist ein Flop - DER SPIEGEL
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Umfrage Riester-Rente ist ein Flop

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) schlägt Alarm. Immer mehr Bundesbürger fühlen sich bei der Altersabsicherung vom Staat im Stich gelassen.
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Berlin - Nach einer am Donnerstag vom DIA in Berlin vorgestellten repräsentativen Umfrage äußerten sich genau 60 Prozent der Befragten in diesem Sinn. Ein halbes Jahr zuvor waren es noch 52 Prozent. 82 Prozent sehen eine ausreichende Absicherung im Alter nur durch private Vorsorge gewährleistet. Dennoch wollen 71 Prozent der Befragten keine zusätzliche private Altersvorsorge abschließen.

Dieser Wert sei Besorgnis erregend, sagte DIA-Sprecher Bernd Katzenstein. Nur acht Prozent gaben an, sie hätten bereits einen Riester-Vertrag. Dies entspricht hochgerechnet etwa 1,9 Millionen Verträgen. Die Zahlen zeigten, dass die Riester-Rente bislang noch kein Erfolg ist.

Der DIA-Sprecher machte die Regierung für die zögerliche Akzeptanz verantwortlich. Sie sei nicht bereit, der Bevölkerung über das Ausmaß der künftigen Rentenlücken reinen Wein einzuschenken. Sollte die - freiwillige - Riester-Rente nicht deutlich mehr Zuspruch finden, müsse über ein Obligatorium nachgedacht werden, meinte er. Eine solche Pflichtversicherung hatte Arbeitsminister Walter Riester (SPD) ursprünglich auch geplant.

Wer keine betriebliche, sondern eine private Altersvorsorge anstrebt, der sollte mit einem Vertragsabschluss nicht länger warten, riet Katzenstein unter Hinweis auf das breite Angebot an Riester-Produkten: "In Deutschland muss mehr gespart werden." Dies dulde keinen Aufschub. Die Sicherheit der gesetzlichen Rente erreichte im Urteil der Befragten einen neuen Tiefstwert. Allerdings wurde auch die private Altersvorsorge als nicht hundertprozentig sicher eingestuft. Das DIA wird von der Deutschen Bank getragen. Für die Studie befragte die Kölner Psychomics AG 1000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren.