Umsatz Microsoft korrigiert nach oben
Seattle - Im Schlussquartal erwarte man Investmentverluste von 2,6 Milliarden Dollar, teilte der Softwarekonzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit.
Beim Umsatz rechne das Unternehmen nun mit 6,5 bis 6,6 Milliarden Dollar. Bisher war Microsoft von Umsätzen zwischen 6,3 und 6,5 Milliarden Dollar für das am 30. Juni endende Quartal ausgegangen. Der weltgrößte Softwarehersteller teilte außerdem mit, das operative Ergebnis werde im Rahmen der Analystenschätzungen ausfallen. Im Schnitt erwarten Experten derzeit einen Quartalsgewinn von 42 Cents je Aktie. Zuvor hatte Microsoft in Reaktion auf ein US-Urteil Änderungen der Lizenzierungsbedingungen bei seinem Betriebssystem Windows in Aussicht gestellt.
Im Anschluss an die Mitteilung stieg die Microsoft-Aktie nachbörslich auf Kurse um die 70,49 Dollar. Zuvor waren Microsoft-Papiere noch mit einem Kursplus von 3,13 Prozent bei 66,5 Dollar aus dem Handel gegangen.
Der Zukunft zugewandt
"Der Umsatz im Kerngeschäft fiel trotz der wirtschaftlichen Abkühlung kräftig aus", sagte Microsoft-Finanzchef John Connors. Zu den Investmentverlusten hieß es lediglich, diese stammten aus Kabel- und Telekominvestments. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
Für die Zukunft äußerte sich Microsoft optimistisch, wobei Finanzchef Connors insbesondere auf die Updates der Windows- und der Office-Software des Konzerns hinwies. "Mit dem vor kurzem erfolgten Start von 'Office XP' und den bevorstehenden Starts von 'Windows XP' und 'Xbox', erwarten wir mit Spannung einen weiteren starken Produktzyklus für den Konzern auf dem Weg zu sehen", sagte Connors.