Umsatzminus durch Schnee und Eis: Industrie fürchtet Milliardeneinbußen - DER SPIEGEL
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Umsatzminus durch Schnee und Eis Industrie fürchtet Milliardeneinbußen

Der harte Wintereinbruch macht der Wirtschaft zu schaffen: Nach Einschätzung des Deutschen Industrie-und Handelskammertags könnte eine lange Frostperiode drei Milliarden Euro kosten - und das Wachstum im kommenden Jahr verlangsamen.
Stau auf der A7: Firmen kämpfen gegen Verzögerungen
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Foto: Uwe Zucchi/ dpa
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Berlin - Schnee und Eis kamen früher und heftiger als erwartet - und könnten das Wirtschaftswachstum nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) deutlich bremsen. Eine lange und schneereiche Frostperiode könne drei Milliarden Euro an Wertschöpfung kosten, sagte der DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der "Berliner Zeitung".

Das entspreche einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums von 0,5 Prozent im Quartal. Die Einschätzung basiere auf den Erfahrungen mit dem Winterwetter vom Jahresanfang 2010, so Treier. Für das kommende Jahr erwarten die meisten Experten ein Wirtschaftswachstum von mehr als zwei Prozent, nach der Prognose der fünf Wirtschaftsweisen wird das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent zulegen. Insgesamt seien die Konjunkturkräfte stark genug, um den Winterdämpfer einigermaßen zu verkraften, sagte Treier.

Neben den Transportunternehmen hat vor allem das Baugewerbe Probleme. Der harte Winter kostet die Branche nach ersten Schätzungen die Hälfte des normalen Monatsumsatzes. Während im Schnitt in einem Dezember sieben bis acht Milliarden Euro umgesetzt würden, dürften es in diesem Jahr drei bis vier Milliarden Euro weniger sein, sagte die Sprecherin des Zentralverbands des Baugewerbes, Ilona Klein.

Die Aufträge seien zwar nicht verloren, sondern nur aufgeschoben. Für die betroffenen Unternehmen sei es dennoch eine schwere Situation - und für die Branche insgesamt ein hartes Jahr. Schon von Januar bis März habe es aufgrund des harten Winters weniger Arbeit gegeben.

hut/Reuters