Umsatzrückgang: Hacker knacken Premiere-Code - DER SPIEGEL
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Umsatzrückgang Hacker knacken Premiere-Code

Der Bezahlsender Premiere hat massive Probleme mit der Verschlüsselung seines Programms. Dem Unternehmen zufolge haben Hacker den Code geknackt. Nun werden massenweise illegale Empfangsgeräte hergestellt - der eigentliche Premiere-Umsatz bröckelt.
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München - Die Premiere-Verschlüsselungstechnik wird vom Schweizer Konzern Kudelski   hergestellt. Diese Technik sei von Hackern geknackt worden, teilte der Münchener TV-Sender heute mit. Nun würden im Ausland illegale Receiver produziert, die den Empfang des Programms ohne Abonnement erlauben.

Laut Premiere   sind die Geräte in Deutschland in größerem Umfang verkauft worden. Dies habe sich seit dem Weihnachtsgeschäft auch auf den Vertrieb ausgewirkt. Die Folgen seien aber "nicht verheerend", sagte ein Sprecher.

Ab April will Premiere nun eine neue Verschlüsselungstechnik einführen. Die Smart-Cards würden ausgetauscht, die neuen kämen aber ebenfalls von Kudelski. Ein seit Dienstag vorliegendes Gutachten habe die Sicherheitslücke aufgedeckt. Über Schadenersatzansprüche wolle Premiere mit den Schweizern reden, juristische Schritte seien aber nicht geplant.

Premiere veröffentlichte heute außerdem Eckdaten für das Geschäftsjahr 2007: Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich auf gut 83 Millionen Euro. 2006 waren es 48 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz ging von 1,05 Milliarden auf 985 Millionen Euro zurück. Die Kundenzahl lag inklusive der von Arena hinzugekommenen Zuschauer Ende Dezember bei 4,28 Millionen.

Premiere war immer wieder das Ziel von Hackern, die versucht haben, die Verschlüsselungstechnologien zu knacken. Diesmal handelt es sich aber offenbar um einen schwerwiegenderen Fall, da Premiere explizit von wirtschaftlichen Auswirkungen spricht. "Wir hätten sicherlich noch besser abgeschnitten", sagte ein Premiere-Sprecher.

wal/Reuters/dpa