Umsatzwarnung: Intel schockt die Märkte - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Umsatzwarnung Intel schockt die Märkte

Eine Umsatzwarnung des Chipherstellers Intel hat in Deutschland und Amerika die Börsianer überrascht. Die Indizes setzten nach der Meldung zur Talfahrt an.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York/Frankfurt am Main - Intel   rechnet für das erste Quartal nur noch mit Erlösen zwischen 8,7 und 9,1 Milliarden Dollar. Bislang war der Konzern von 9,1 bis 9,7 Milliarden Dollar ausgegangen. Die Aktien des Börsenschwergewichts hatten schon vorbörslich um 1,5 Prozent nachgegeben und lagen kurz nach Handelsbeginn mehr als zwei Prozent im Minus.

Die Intel-Umsatzwarnung hat Anlegern der Wall Street die Laune verdorben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag kurz nach Handelsbeginn rund 0,21 Prozent im Minus bei 10.998 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,29 Prozent auf 1285 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,44 Prozent auf 2300 Stellen.

Auch in Deutschland reagierten die Börsianer mit Verkäufen. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor zeitweise 1,6 Prozent auf 5691 Punkte. Am Nachmittag notierte der Leitindex 1,2 Prozent tiefer bei 5714 Zählern. "Die Umsatzwarnung von Intel schockt die Anleger. Viele Investoren werden nun vorsichtiger und nehmen vor dem Wochenende Gewinne mit", sagte ein Händler.

Zusätzlich auf die Stimmung drückten Spekulationen über weitere Zinserhöhungen in der Euro-Zone. "Es ist eine gewisse Nervosität am Markt zu spüren", sagte Postbank-Händler Norbert Pütz. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent erhöht und auf anhaltende Inflationsrisiken hingewiesen. Börsianer werteten dies als Signal für weitere Zinserhöhungen.

suc/Reuters