Umsatzwarnung: Intel senkt seine Prognose - DER SPIEGEL
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Umsatzwarnung Intel senkt seine Prognose

Die Konjunkturaussichten für die Technologiebranche könnten schlechter sein als bisher angenommen. Der weltgrößte Computerchiphersteller Intel hat seine Umsatzerwartung für das erste Geschäftsquartal leicht nach unten gesenkt.
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San Francisco - Die Erlöse im Kerngeschäft mit Mikroprozessoren lägen am unteren Ende der Erwartungen, teilte der US-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Intel   erwarte nun einen Umsatz im laufenden Quartal zwischen acht und 8,2 Milliarden Dollar. Zuvor hatte der Konzern für diesen Zeitraum einen Umsatz zwischen 7,9 und 8,5 Milliarden Dollar prognostiziert. Damit sinkt der mittlere Wert der Umsatzprognose. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 8,27 Milliarden Dollar gerechnet. Intel-Aktien fielen nachbörslich um rund zwei Prozent auf 29,11 Dollar.

Im Schlussquartal 2003 hatte Intel mit 8,74 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsumsatz der Firmengeschichte verzeichnet und auch den Gewinn kräftig gesteigert. Der Konzern hatte zwar von anziehenden Investitionen in der Informationstechnologie berichtet, mit seinem Geschäftsausblick aber die hohen Erwartungen an den Aktienmärkten enttäuscht. Wachstumsträger war zuletzt das Geschäft mit Mikroprozessoren. Schwächer lief dagegen das Geschäft mit Lösungen zur drahtlosen Datenübertragung.

Die Bruttogewinnmarge - der Anteil des Bruttogewinns am Umsatz - werde nahe der zuvor angekündigten Marke von etwa 60 Prozent liegen, teilte Intel am Donnerstag weiter mit. Analyst Mark Lipacis von Prudential Equity Group hatte zuletzt gesagt, das Kommunikationsgeschäft bei Intel zeige Zeichen einer Erholung. Die Nachfrage nach Intel-Speicherchips, die in Mobiltelefonen verwendet werden, nehme zu.

Der Geschäftsverlauf beim Intel-Konzern, der vor Rivale Advanced Micro Devices (AMD) Weltmarktführer bei Mikroprozessoren ist, gilt als wichtiger Indikator nicht nur für die Entwicklung der Chip- und PC-Industrie, sondern auch für die Technologie-Nachfrage insgesamt. Der Technologiesektor beginnt sich allmählich von einer mehrjährigen Krise zu erholen, die hauptsächlich auf die weltweite Konjunkturabkühlung zurückging. Doch Analysten hatten zuletzt gewarnt, der Intel-Umsatz könne möglicherweise unter einer schwächeren Nachfrage nach Notebooks leiden.

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