Umstrittene Dividende - DER SPIEGEL
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SIEMENS Umstrittene Dividende

• aus DER SPIEGEL 46/2005
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Beim Münchner Siemens-Konzern schwelt intern ein heftiger Streit um die Dividendenpolitik des Unternehmens. Anlass sind Pläne des Vorstands, die Ausschüttung für die Aktionäre zu erhöhen, obwohl der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen drastischen Gewinnrückgang hinnehmen musste. Die geplante Aufstockung um zehn Cent auf 1,35 Euro je Aktie »spiegelt unsere Zuversicht im Hinblick auf das Zieljahr 2007 wider«, hatte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld vergangenen Donnerstag argumentiert. Auch auf der Sitzung des Siemens-Aufsichtsrats am Tag zuvor sei man sich »einig« gewesen, die Ausschüttung anzuheben. Teilnehmer der Sitzung haben den Ablauf des Treffens allerdings etwas anders in Erinnerung: Danach gab es im Kontrollgremium, dem unter anderem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann angehört, massive Kritik an dem Zubrot für die Aktionäre. Mehrere Aufsichtsräte monierten, die vergleichsweise üppige Ausschüttung im Vorgriff auf bessere Zeiten sei unangemessen. Um den dümpelnden Aktienkurs zu beflügeln, solle der Vorstand lieber konkretere Aussagen zur künftigen Ausrichtung des Konzerns und zur Lösung der Probleme in der Kommunikations- oder IT-Service-Sparte treffen. Am Ende konnten Kleinfeld und sein Finanzchef Heinz-Joachim Neubuerger ihren Vorschlag zwar durchsetzen - aber nur gegen erheblichen Widerstand. Mehrere Kontrolleure enthielten sich bei der Abstimmung nicht nur der Stimme, sondern votierten sogar gegen die Vorstandsvorlage. Ein Siemens-Sprecher nimmt seinen Chef in Schutz. Ein ebenfalls diskutiertes Aktienrückkaufprogramm, argumentiert er, hätte den Konzern noch deutlich mehr gekostet.

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