Umsturz Bei Harrods soll der Euro gelten
London An der Initiative will sich die größte Modekette Großbritanniens, Marks & Spencer, ebenso beteiligen wie einige andere Geschäfte im vornehmen Londoner Stadtteil Knightsbrigde. Wie das Nachrichten-Portal Bloomberg.com berichtet, erhoffen sich die Händler davon einen höheren Umsatz, weil Touristen vom Festland dann nicht mehr darauf achten müssen, ob sie noch genug Pfund in der Tasche haben - und britische Kunden könnten ihre überschüssigen Euro los werden, die sie von ihren Reisen durch Europa noch übrig haben.
"Die britischen Händler sollten den Euro als Zahlungsmittel akzeptieren", sagte Harrods-Sprecher Peter Willasey, "wir sollten unseren Kunden nicht im Wege stehen, wenn sie ihre Einkäufe tätigen. Das ist ein Teil unseres Services".
Dass sich die Briten auf diese Weise an den Euro gewöhnen könnten, gilt allenfalls als Nebeneffekt. Doch die Initiative kommt Premierminister Tony Blair sehr gelegen, der Großbritannien aus der Isolation heraus zur Gemeinschaftswährung führen will. Zurzeit bläst ihm in dieser Hinsicht allerdings ein recht scharfer Wind ins Gesicht. Denn die Neigung der Briten, sich der Esperanto-Währung anzuschließen, sinkt immer weiter. Seit Juni ist die Ablehnungsrate von 55 Prozent auf 57 Prozent gestiegen.