UMTS-Auktion: MobilCom-Chef greift Telekom an - DER SPIEGEL
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UMTS-Auktion MobilCom-Chef greift Telekom an

Gerhard Schmid, Chef der Telefongesellschaft MobilCom, hat schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Telekom erhoben. Seiner Ansicht nach ist der ehemalige Monopolist für die Höhe der Lizenzkosten verantwortlich.
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Büdelsdorf - Schmid vermutet bei der Telekom einen "Interessenkonflikt", da das Unternehmen noch mehrheitlich in Staatsbesitz sei. "Warum bietet die Telekom erst immer weiter und hört dann plötzlich auf? Die Telekom hat den Wahnsinn befördert!", sagte Schmid dem "Stern".

"Wenn Ron Sommer das Ergebnis der Auktion 'optimal' nennt, meint er wohl den optimalen Preis für seinen Haupteigentümer, den Bund." MobilCom hatte bei der Auktion für 16,4 Milliarden Mark eine Lizenz ersteigert.

Schmid deutete außerdem an, dass er sich vorstellen könne, die Leitung seines Unternehmens künftig in andere Hände abzugeben. Es könne so weit kommen, dass der deutsche Markt für Telefongesellschaften zu klein sei. Deshalb habe sich MobilCom über die Verbindung mit France Télécom in einen europäischen Konzern eingeklinkt. "Wenn es sich herausstellt, dass ein solches Unternehmen besser von einem Konzernlenker geführt werden kann, bin ich der Letzte, der diesen Job weiter machen will", sagte Schmid.

Für den UMTS-Markt rechnet der MobilCom-Chef allein in Deutschland mit 100 Millionen Kunden im Jahr 2010. Schmid: "Dann hat jeder sein eigenes Handy, dazu kommt ein Familiengerät, eins im Auto und ein Firmen-Telefon." In seiner Planung rechnet Schmid "mit mehr als 100 Mark monatlichem Umsatz pro Kunde".