UMTS-Bieterrennen Orange steigt aus
Bonn - Orange werde das Konsortium G-3 verlassen, teilte ein Sprecher der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Montag mit. Die Anteile würden zu je 15 Prozent an die beiden übrigen Gesellschafter Telefónica und Sonera abgegeben. Damit werde France Télécom, die Orange unlängst von Vodafone übernommen hatte, nur noch gemeinsam mit der deutschen MobilCom um die UMTS-Lizenzen bieten.
Durch die Übernahme von Orange hätte France Télécom indirekt auch über G-3 mitgeboten. Eine doppelte Bewerbung hätte die Regulierungsbehörde aber nicht zugelassen.
Bedenken hatten die Regulierer auch wegen des zehnprozentigen Anteilspakets, dass Vodafone an France Télécom erhalten hatte. Diese Anteile sollen jetzt treuhänderisch verwaltet werden. "Damit haben wir dann keine Probleme mehr", sagte der Sprecher der deutschen Behörde. Vodafone wird als Eigentümer von Mannesmann über D2 direkt für die UMTS-Lizenzen mitbieten.
Damit steht der Bieterkreis jetzt fest: Insgesamt werden sich neun Unternehmen und Konsortien um die UMTS-Lizenzen bewerben. Neben den vier deutschen Mobilfunkbetreibern D1, D2, e-plus und E-2 sind dies France Télécom/MobilCom, Debitel/Swisscom, Hutchison Whampoa, MCI Worldcom und Telefónica/Sonera. Die Versteigerung beginnt am 31. Juli in Mainz.