UMTS Hutchisons hundert kleine Probleme
London Noch vor ein paar Wochen hatte das Management von Hutchison 3G gemeldet, man sei bei den Vorbereitungen im Plan und wolle schon bis Jahresende rund 100.000 zahlende Kunden haben. Li Ka-shing, der 74-jährige Milliardär aus Hongkong und Chef des Mischkonzerns Hutchison Whampoa, wurde schon als heimlicher Sieger im Wettlauf um die Einführung des Mobilfunks der dritten Generation (3G) gehandelt.
Nun steht Hutchison offenbar vor einer großen Blamage. "Wir können nicht absolut sicher sein, dass wir die Endgeräte im Dezember ausliefern können", zitiert die "Financial Times" einen Sprecher des Unternehmens. Auch die Termine für die Bestellung und die Demonstration der ersten Handys in Hutchison-Filialen in Großbritannien und Italien wurden dem Bericht zufolge nach hinten verschoben.
Angeblich hat Hutchison, wo mittlerweile rund um die Uhr gearbeitet werden soll, mit Hunderten von technischen Problemen zu kämpfen. Laut "FT" funktioniert der Übergang zum Beispiel noch nicht reibunglos, wenn der Kunde von einer 3G-Funkzelle während eines Telefonates in eine Zone wechselt, in der nur der bisher übliche Mobilfunk der zweiten Generation verfügbar ist. Außerdem überfordere die neue Bildtelefonie noch die Leistungsfähigkeit des Handy-Akkus.