UMTS-Klage: Schmid macht einen Rückzieher - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

UMTS-Klage Schmid macht einen Rückzieher

MobilCom-Chef Gerhard Schmid wollte gegen die teuren UMTS-Gebühren gerichtlich vorgehen. Jetzt ließ er seine Klage fallen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Büdelsdorf - Einer Mitteilung von MobilCom zufolge gab es bei der Klage vor allem ein Risiko. Es habe nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden können, dass die Lizenz bei einer erfolgreichen Klage erlischt. Offenbar hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post das Recht, per Beschluss die Lizenz zu entziehen und die Gebühr dafür an den jeweiligen Bieter zurückzuzahlen.

Dieses Risiko sei den Aktionären des Unternehmens nicht zuzumuten gewesen, hieß es in der Mitteilung. Außerdem spare Mobilcom so die mit dem Prozess möglicherweise verbundenen Kosten in Millionenhöhe.

Mobilcom hatte Klage gegen die Rechtmäßigkeit des Lizenzvergabeverfahrens eingelegt. Das Büdelsdorfer Unternehmen hatte im vergangenen Jahr für die Lizenz 16,4 Milliarden Mark gezahlt.

An der Frankfurter Börse wurde der Rückzug mit einem kräftigen Kursaufschlag quittiert. Mobilcom gingen am späten Vormittag um gut sechseinhalb Prozent in die Höhe.

Mehr lesen über