UMTS-Kosten: MobilCom in roten Zahlen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

UMTS-Kosten MobilCom in roten Zahlen

Die hohen Aufwendungen für die UMTS-Lizenz haben das Ergebnis von MobilCom stark belastet. Für das nächste Jahr erwarten Analysten noch schlechtere Zahlen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Büdelsdorf - Das Konzernergebnis von MobilCom beläuft sich für das Jahr 2000 auf minus 174,5 Millionen Mark im Vergleich zu 170,8 Millionen Mark im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie rutscht von 3,93 Mark auf minus 3,40 Mark. Ursache für das erwartungsgemäß negative Ergebnis sind den eigenen Angaben zufolge vorrangig Aufwendungen für den UMTS-Start, Investitionen in Kundenwachstum und Restrukturierungsmaßnahmen.

Für das Geschäftsjahr 2001 rechnen Analysten auf Grund des starken Anstiegs der Zinsbelastung mit einem Jahresfehlbetrag von rund 800 Millionen Mark und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von minus 1,28 Milliarden Mark. Gleichzeitig soll der Umsatz auf 7,2 Milliarden Mark steigen.

Im 4. Quartal 2000 erzielte MobilCom einen Umsatz von 1,35 Milliarden Mark und gewann 660.000 neue Kunden. Insgesamt 6,52 Millionen Kunden zählte das Unternehmen in den Bereichen Mobilfunk, Internet und Festnetz (ohne Call-by-Call) - 99 Prozent mehr als Ende 1999 mit 3,28 Millionen.

Der Anteil des Mobilfunks betrug 3,98 Millionen Kunden per Ende 2000 - eine Steigerung um 114 Prozent seit Ende 1999. Damit ist der Marktanteil im Vertragsgeschäft doppelt so hoch wie im Pre-Praid-Geschäft, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.