UMTS-Lizenzen: Da waren es nur noch sieben - DER SPIEGEL
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UMTS-Lizenzen Da waren es nur noch sieben

Die niederländische Muttergesellschaft KPN bestätigte jetzt den Rückzug von E-Plus aus dem Bieterrennen. Damit schrumpft die Bewerberzahl um die deutschen UMTS-Lizenzen von ursprünglich zwölf auf sieben.
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Düsseldorf/Den Haag - E-Plus wolle sich stattdessen einem Konsortium anschließen, erklärte ein Sprecher der KPN am Dienstag. Unklar blieb, um welches Konsortium es sich handelt. Weitere Einzelheiten sollen aber noch in dieser Woche mitgeteilt werden. Ein Sprecher von E-Plus in Düsseldorf betonte: "Wir ziehen uns nicht aus UMTS zurück, das Gegenteil ist der Fall".

Presseberichten zufolge wollen KPN als E-Plus-Eigner und Hutchison Whampoa aus Hongkong eine neue Allianz im europäischen Mobilfunk schmieden. Ein weiterer Partner in diesem Verbund wird voraussichtlich die japanische NTT DoComo sein, die sich mit 15 Prozent an der KPN Mobile beteiligen will.

Hutchison Whampoa, die bereits in Großbritannien mit der kanadischen Kabelgesellschaft TIW eine UMTS-Lizenz ersteigert hat, tritt bei der deutschen UMTS-Auktion als Auditorium Investments Germany an. Neben dem britischen Vodafone-Konzern, der France Télécom, Deutschen Telekom und British Telecom würde die Gruppe um KPN zu einem weiteren bedeutenden Mobilfunkbetreiber in Europa aufsteigen.

Durch ihre Partnerschaft können KPN, Hutchison und NTT DoComo die Milliarden Kosten für die UMTS-Lizenzen und den Aufbau der Infrastruktur gemeinsam schultern. An der Versteigerung, die am 31. Juli in Mainz beginnt, nehmen außerdem noch die Mobilfunkbetreiber D1 (T-Mobile), D2 (Mannesmann/Vodafone) und E2 (E.ON, British Telecom) sowie Mobilcom/France Télécom, debitel/Swisscom und die Gruppe G3 (Telefónica, Sonera) teil.

Die Bundesregierung hat vier bis sechs UMTS-Lizenzen zu vergeben. Eine Bewerberzahl von sieben verringert die Chancen auf eine Versteigerung mit Milliardengewinnen für Bundesfinanzminister Eichel. Bisher wurde mit Erlösen von bis zu 120 Milliarden Mark gerechnet.