UMTS-Lizenzen MobilCom schlägt zurück
Mainz - Wie Behördenpräsident Klaus-Dieter Scheurle am Donnerstag mitteilte, werden die neuen 015-Nummern insgesamt zwölf Stellen haben. Davon entfallen vier Stellen auf die Betreiberkennung und acht auf die Nummer des Teilnehmers. Die Kennungen der Betreiber werden unter den Lizenzinhabern auf Antrag vergeben. Falls mehrere Anbieter dieselbe Nummer wollten, werde das Los entscheiden, sagte Scheurle.
Das erhöhte Tempo der Auktion am Morgen führten Beobachter vor Ort zum einen auf die zunehmende Routine der Bieter zurück. Zum anderen lasse sich die kürzere Dauer der Durchgänge dahingehend interpretieren, dass die Teilnehmer gemeinsam versucht hatten, zügig zum bis dahin höchsten Einzelgebot für einen Frequenzblock aufzuschließen. MobilCom hatte dieses gleich zu Beginn der Versteigerung der Mobilfunklizenzen am Montag mit 501 Millionen Mark abgegeben.
Im Verlauf des Morgens durchbrach das internationale Konsortium um e-plus diese Marke, in Runde 46 legte MobilCom dann erneut ein höchstes Einzelgebot von 801 Millionen Mark vor. Das Höchstgebot für drei Frequenzblöcke gab auch MobliCom mit knapp 2,2 Milliarden Mark ab. Die Summe der höchsten Gebote für alle Lizenzen belief sich auf rund 7,06 Milliarden Mark. Die meisten Bieter setzten erneut auf drei Blöcke zu je zweimal fünf Megahertz. Minimal umfasst eine Lizenz zwei Blöcke. Ein bestehendes Höchstgebot für eines der zwölf Frequenzpakte muss mit mindestens zehn Prozent übertroffen werden.
Alle Bieter waren am Donnerstagvormittag noch im Rennen. Ein Ende der Versteigerung der vier bis sechs UMTS- Lizenzen ist derzeit nicht in Sicht.
Scheurle, sagte zu dem Verlauf der Auktion, wenn der Viertelstundentakt beibehalten werde, sei bis zum Abend ein Gesamtgebot von sieben Milliarden Mark zu erwarten. Die Hürde von zehn Milliarden Mark könnte unter diesen Vorausetzungen dann am Freitag genommen werden.
Beobachter vor Ort verwiesen darauf, dass die Aufschläge pro Runde inzwischen höher sind als die Gebühren, die Deutsche Telekom und Mannesmann/Vodafone jedes Jahr für die D1- und D2-Mobilfunklizenzen an die Regulierungsbehörde abführen.