UMTS-Lizenzen Vivendi bietet nicht mehr mit
Paris - Nach der Absage von Vivendi werden nur noch drei rein ausländische Konzerne an der Versteigerung teilnehmen: Neben dem US-Anbieter MCI WorldCom will sich noch das 3G-Konsortium bewerben, zu dem sich die spanische Telefónica, die finnische Sonera und die britische Orange verbündet haben. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn zeigte sich von dem Schritt Vivendis überrascht.
Der endgültige Teilnehmerkreis für die Auktion, die voraussichtlich im Juli stattfindet, soll am 31. Mai bekannt gegeben werden. Bei der Versteigerung der Lizenzen wird mit Geboten von insgesamt 120 Milliarden Mark gerechnet.
Nach einem vorab veröffentlichten Bericht der "Wirtschaftswoche" wollen sich die Bewerber in neuen Konsortien arrangieren, um so die Gebote für die Lizenzen niedrig zu halten. Branchenkenner rechneten damit, dass manche Bewerber nur zum Schein mitbieten, hinter den Kulissen aber dem künftigen Partner zum Sieg verhelfen, was als verbotene Absprache strafbar wäre.
Vor allem Betreiber, die bislang allein antreten wie SBC Communications, Swisscom, MCI Worldcom und Vivendi, forcierten derzeit die Zusammenschlüsse bei intensiven Gesprächen, behauptet die Wirtschaftswoche. Wenn am Ende anstatt der zwölf Bieter nur noch sieben oder acht übrig blieben, könnten nach Ansicht des Blattes die Lizenzen bereits bei Geboten von 50 Milliarden Mark und weniger vergeben werden