UMTS: Sommer im Alleingang - DER SPIEGEL
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UMTS Sommer im Alleingang

Telekom-Chef Ron Sommer ist überzeugt, sein Konzern habe Kooperationen mit anderen Netzbetreibern nicht nötig. Den Aufbau des UMTS-Netzes will er allein schaffen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Vehement wendete sich Sommer gegen eine Lockerung der UMTS-Lizenzbedingungen. "Es gibt ein klares Gesetz in Deutschland. Da gibt es überhaupt kein Wackeln", sagte Sommer der "Financial Times Deutschland". Die Ausschreibungsregeln bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen im vergangenen Jahr ließen sich nicht nach Belieben ändern. Für den Bonner Konzern werde sich die Lizenz trotz des hohen Anschaffungspreises von etwa 8,5 Milliarden Euro und den Kosten für den Netzaufbau rechnen.

Die beiden Marktführer T-Mobil und D2-Vodafone hatten sich bereits vor kurzem mit Blick auf die von kleineren Mobilfunkunternehmen geplante Kooperation für eine strikte Einhaltung der Lizenzbedingungen ausgesprochen. T-Mobil hatte dabei angekündigt, man werde über eine Klage nachdenken, falls die Regulierungsbehörde Kooperationen der kleineren Anbieter genehmigen würde. Nach den Regeln für die Auktion muss jeder Lizenzinhaber sein eigenes Netz aufbauen und die volle Funktionsherrschaft darüber behalten.

Kooperationen mit anderen Netzbetreibern habe die Telekom nicht nötig, sagte Sommer weiter. Die Möglichkeit von Kooperationen schloss Sommer aber nicht aus, wenn intelligente Vorschläge kämen, die für die Telekom Sinn machten.

Hintergrund der Diskussion über mögliche Kooperationen sind die enormen Kosten bei der Einführung des neuen Mobilfunkstandards der dritten Generation. Für den Netzaufbau rechnen Branchenexperten mit zusätzlichen Kosten von etwa fünf Milliarden Euro. Vor allem kleinere Unternehmen wie E-Plus, VIAG Intercom und MobilCom wollen daher in gewissen Umfang beim Netzaufbau zusammenarbeiten.

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