UMTS-Start: Vodafone plant offenbar ohne Nokia - DER SPIEGEL
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UMTS-Start Vodafone plant offenbar ohne Nokia

Der weltgrößte Mobilfunkanbieter will einem Pressebericht zufolge beim Mobilfunk der dritten Generation nicht mit Nokia kooperieren. Die neuen Handy-Flagschiffe sollen aus Asien kommen.
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London - Stattdessen verhandle der Konzern exklusiv mit den asiatischen Nokia-Konkurrenten Samsung und Sanyo, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Montagsausgabe. Samsung und Sanyo sollen demnach die Flaggschiff-Modelle im UMTS-Angebot von Vodafone entwickeln. Eine Quelle nennt die "FTD" nicht.

Mit dieser Entscheidung versuche der britische Konzern, die Abhängigkeit von Marktführer Nokia weiter zu verringern, berichtet die Zeitung. So seien einige Betreiber unzufrieden mit dem finnischen Konzern: Dessen Telefone seien zu stark auf die Anwender fixiert und richteten sich zu wenig nach den Bedürfnissen der Netzbetreiber.

Dem Bericht zufolge gibt es noch weitere Anzeichen, dass Nokia bei der Entwicklung von UMTS-Handys gegenüber der Konkurrenz zurück fällt. So verkaufe der britische Mobilfunker Three Nokias UMTS-Handys erst nächstes Jahr, weil die Geräte nur kurze Viedeoclips empfangen und versenden könnten, aber keine Live-Video-Gespräche unterstützen.

Einzelhändler erwarten allerdings nicht, dass der überragende Marktführer im Handy-Geschäft - Nokia Weltmarktanteil liegt bei 35 Prozent - auf Dauer Absatzprobleme bekommen wird. So rechnet Charles Dunstone von Carphone Warehouse, Europas größtem Händler von Mobilfunkzubehör, damit, dass die Kunden ihre Vorliebe für Nokia auch bei UMTS-Geräten zeigen werden. Allerdings müsse Nokia nächstes Jahr ein wettbewerbsfähiges UMTS-Handy anbieten, sagte er der "FTD". Sonst könne der Konzern im Kampf um Marktanteile Boden verlieren.