UMTS Telekom will auch in Frankreich mitreden
Bonn - Man führe Gespräche mit der Bouygues Télécom, bestätigte Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick der "Börsenzeitung". Über den Stand wollte er sich nicht äußern.
Im Gegensatz zu Großbritannien und Deutschland will Frankreich die Lizenzen nicht versteigern, sondern nach einem zentralen Bewerbungsverfahren für fünfzehn Jahre verpachten. Mobilfunkanbieter können sich bis zum 31. Januar 2001 bewerben. Im Juni 2001 will die Regierung dann ihre Entscheidung bekannt geben. Je Lizenz wurde ein Preis von 9,75 Milliarden Mark festgesetzt. Bouygues konkurriert dabei mit den finanzkräftigeren Konzernen France Télécom und Vivendi.
Eick zeigte sich überzeugt, dass die Telekom trotz ihres Verzichts auf eine italienische Lizenz die europaweite UMTS-Strategie mittelfristig umsetzen kann. Die Internationalisierung wird die Finanzkraft des Konzerns allerdings erheblich beanspruchen. Die Bruttoverschuldung werde von knapp 40 Milliarden Euro zu Jahresbeginn auf rund 66 Milliarden Euro am Jahresende steigen, sagte Eick. Die weitere Entwicklung der Verschuldung werde vom Ausmaß des angestrebten Verkaufs von Randaktivitäten wie Immobilien abhängen sowie vom Liquiditätszufluss aus dem geplanten Börsengang von T-Mobile im kommenden Jahr.