Umweltverschmutzung Shell muss 40 Millionen Dollar zahlen
Abuja - Die 40 Millionen Dollar sollen direkt den Angehörigen des Ogoni-Volkes zugute kommen, das im Niger- Delta rund um die Stadt Port Harcourt lebt. Für diese Entscheidungen benötigte die nigerianischen Justiz neun Jahre.
Shell Nigeria kündigte an, in die Berufung zu gehen. Das Unternehmen vertrat die Ansicht, nicht für die Ölverschmutzung verantwortlich zu sein, die ihr vorgeworfen werde. In einer Stellungnahme wies Shell Nigeria am Montag darauf hin, zum Zeitpunkt des fraglichen Ölaustritts in Ebubu im Jahre 1970 habe das Unternehmen wegen des Bürgerkrieges dort gar kein Öl gefördert. Gleichwohl habe es an die Betroffenen Zahlungen geleistet, Trinkwasser geliefert und mit der Beseitigung der Ölschäden begonnen.
Angehörige der Ogoni werfen dem Ölproduzenten seit langem Umweltverschmutzung in großem Ausmaß vor. Internationale Beachtung erlangte der Konflikt 1995, als das damalige Militärregime den Schriftsteller und Shell-Kritiker Ken Saro-Wiwa und acht weitere Aktivisten hinrichten ließ.