Unternehmen Fiat-Chef Agnelli gestorben
Turin - Vom Tod des Industriellen berichtet das italienische Fernsehen. Agnelli hatte die Führung des Unternehmens nach dem Tod seines Bruders Gianni erst im vergangenen Jahr übernommen und das Familienunternehmen aus schweren finanziellen Turbulenzen herausgeführt.
An der Fiat-Aktionärsversammlung am 11. Mai hatte Agnelli wegen seiner Krankheit bereits nicht mehr teilnehmen können. Das letzte Mal war er Ende April in der Öffentlichkeit erschienen.
In Turin reagierte die Bevölkerung mit Betroffenheit auf die Nachricht. In das Mitgefühl für die Angehörigen mischt sich aber auch Sorge um das Schicksal ihrer Stadt, das immer eng mit dem Fiat-Konzern verbunden war. Denn auch wenn Umberto immer im Schatten seines charismatischen Bruders Gianni gestanden hatte, hatte er dennoch maßgeblich zum Aufstieg Fiats beigetragen.
"Mit Umberto ist der letzte gestorben, für den der Bau von Automobilen noch eine Obsession war", sagt etwa Lucio Manfrinato, der im Norden Turins in der Nähe des Stammwerkes ein Café betreibt. Ob die junge Generation in der Familie die gleiche Leidenschaft besitze, müsse sich erst noch erweisen.