Unternehmen Milliardär will Marks & Spencer übernehmen
London - Diese Woche will der der britische Milliardär Philip Green ein Übernahmeangebot für Marks & Spencer (M&S) vorlegen, berichten britische Zeitungen. Für die Lebensmittel- und Bekleidungskette - "die bekannteste Einzelhandelskette Großbritanniens", so die "Times" - muss Green bis zu zehn Milliarden Pfund (15 Mrd Euro) hinlegen. Davon will er bis zu einer Milliarde Pfund (1,5 Mrd Euro) aus seinem persönlichen Vermögen beisteuern. Falls M&S sein Angebot ablehnt, soll er auch zu einer feindlichen Übernahme bereit sein, heißt es.
Den Berichten zufolge hat sich Green - der selbst mehrere Bekleidungsketten besitzt - die Rückendeckung großer Banken für seinen Plan gesichert. Probleme könnte er mit den Kartellbehörden bekommen, weil er einen Anteil von mehr als 20 Prozent am britischen Bekleidungsmarkt halten würde, wenn zu seinen bisherigen Ketten BHS und Arcadia auch noch M&S käme.
Wie der "Daily Telegraph" berichtet, erwägt M&S die Abberufung seines geschäftsführenden Direktors Roger Holmes, um sich für die Abwehr des Übernahmeversuchs zu wappnen. Holmes genieße in der Londoner City keinen guten Ruf. M&S erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen leicht gestiegenen Vorsteuergewinn von 739,8 Millionen Pfund, gegenüber 715,7 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum.