Alaska: Pipeline-Leck steht kurz vor Schließung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Alaska Pipeline-Leck steht kurz vor Schließung

Die Lage in Alaska bessert sich: Das Leck in einer der wichtigsten Ölleitungen Amerikas ist offenbar bald repariert. Der Preis für US-Öl fällt wieder, nachdem er zuletzt stark gestiegen war.
Trans Alaska Pipeline: Leck bald geschlossen?
Trans Alaska Pipeline: Leck bald geschlossen?

Trans Alaska Pipeline: Leck bald geschlossen?

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Entspannung am Rohstoffmarkt: Nachdem der Preis für US-Rohöl zu Wochenbeginn deutlich gestiegen war, ist er am Dienstag wieder unter die Marke von 90 Dollar gefallen. Hauptgrund dafür sind neue Erkenntnisse über ein Pipeline-Leck in Alaska.

Die Trans Alaska Pipeline war am Wochenende stillgelegt worden; sie befördert gut zwölf Prozent der US-Produktion. Unternehmen wie BP und ConocoPhillips mussten ihre Produktion um bis zu 95 Prozent zurückfahren. Jetzt sieht es so aus, als ob die Leitung schneller als erwartet wieder in Betrieb gehen kann. Schon in den kommenden Tagen könnte es soweit sein.

Derzeit fehlen laut Experten der Commerzbank 600.000 Barrel pro Tag, die den Raffinerien nicht zur Verfügung stehen. Ein Barrel sind 159 Liter. Doch Gefahr, dass der Region das Heizöl oder der Sprit ausgehe, bestehe vorerst nicht. Der Ausfall dürfte sich zunächst durch einen Rückgang der Ölreserven in den USA bemerkbar machen, hieß es bei der Commerzbank.

Alyeska Pipeline Service Co., der Betreiber der Anlage, teilte mit, das Leck habe keinen Umweltschaden angerichtet. Es seien nur gut zehn Barrel Öl ausgelaufen, das meiste davon sei bereits entsorgt worden. Die Firma gehört den Energiekonzernen BP, Conoco, Exxon, Chevron und Koch Industries.

ssu/dpa-AFX