Sprit auf Aldi-Parkplätzen Tankstellenbetreiber warnen vor Jobverlusten
E-Tankstelle bei Aldi
Foto: Aldi SüdDie ersten Aldi-Tankstellen sind in Betrieb genommen worden. Im baden-württembergischen Ludwigsburg und in Stuttgart-Obertürkheim können Kunden auf vereinzelten Aldi-Süd-Parkplätzen nun tanken. Wie die "Wirtschaftswoche " zuerst berichtete, wurden die ersten beiden von insgesamt acht Tankstellen eröffnet.
Die nächsten Automatentankstellen sollen unter anderem auf Aldi-Süd-Parkplätzen im oberbayerischen Fürstenfeldbruck, Forchheim bei Bamberg und Wasserburg am Inn sowie im hessischen Hattersheim am Main starten.
Tankstellenbetreiber besorgt
Die Tankstellenbetreiber versetzt die Expansion demnach in Aufregung: "Für Tankstellenpächter, deren Betrieb im Einzugsgebiet der Aldi-Tankautomaten liegt, kann das dramatische Folgen haben", sagte Thomas Drott, Geschäftsführer des Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche. "Es droht der Verlust von Arbeitsplätzen vor allem bei kleineren Tankstellen."
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Vorbild Österreich
Aldi Süd stellt lediglich die Flächen auf den Parkplätzen zur Verfügung, hält sich aus dem operativen Betrieb der Tankstellen aber heraus. Dafür wurden Pachtverträge mit der FE-Trading Deutschland geschlossen. Die Tochter des Ölkonzerns OMV betreibt bereits in Österreich Automatentankstellen und kooperiert mit dem dortigen Aldi-Süd-Ableger Hofer. Bereits 2017 hatte Aldi entsprechende Pläne angekündigt.
In Deutschland tritt FE Trading unter der Marke Avanti an. Bewähren sich die Standorte, dürfte FE-Trading die Deutschland-Expansion schnell vorantreiben, berichtet die "Wirtschaftswoche".
Neben Autos mit klassischem Verbrennungsmotor können auch Elektroautos bei Aldi Süd aufladen. Anfang August kündigte der Discounter den Bau von 28 Schnellladestationen für Elektroautos an. Die Filialen mit den neuen Elektrotankstellen liegen entlang von Autobahnen. Derzeit bietet Aldi Süd bereits an mehr als 50 Filialen kostenloses Stromtanken an.