Trotz Euro-Krise Allianz macht mehr Gewinn
Allianz-Logo: Gute Geschäfte trotz Krise
Foto: ddpMünchen - Der Allianz-Konzern hat Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Obwohl der Versicherer höhere Schäden ausgleichen musste, kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um knapp drei Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben 1,3 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Freitag mit. Das entspricht einer Steigerung um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, damals hatten hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen den Gewinn verhagelt.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 2,5 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Zuletzt schlug sich die Allianz trotz Euro-Krise und niedriger Zinsen gut. Die Hälfte ihres angepeilten Jahresgewinns von mindestens 7,7 Milliarden Euro hat sie bereits eingefahren. "Unser operatives Geschäft ist stabil und bleibt auf Kurs", sagte Vorstandschef Michael Diekmann. Er bestätigte die Jahresprognose von Europas größtem Versicherungskonzern.
Im wichtigsten Geschäftsbereich, der Schaden- und Unfallversicherung, konnte die Allianz die Beitragseinnahmen dank Preiserhöhungen und neuer Verträge zwar um fünf Prozent steigern. Aber für die Überschwemmungen in Thailand 2011 musste der Konzern weitere 120 Millionen Euro zurückstellen. Zu den größten Einzelschäden gehörten das Erdbeben in Italien, Hagelunwetter in Deutschland und ein Tornado in den USA. Das operative Ergebnis in dem Bereich fiel um 16 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Im laufenden dritten Quartal erwartet die Allianz Belastungen durch die Dürre in den USA sowie durch Unwetter und Überschwemmungen.
In der Vermögensverwaltung steigerte die Allianz Umsatz und Gewinn. Die von den Allianz-Fonds verwalteten Anlagen stiegen um 16 Prozent auf die Summe von 1,7 Billionen Euro. Das operative Ergebnis kletterte um 20 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro.
Französischer Konkurrent Axa bleibt hinter Allianz zurück
Auch Europas zweitgrößter Versicherer Axa kommt bisher gut durch die Schuldenkrise. Beim operativen Gewinn blieb der französische Konzern allerdings deutlich hinter dem deutschen Rivalen zurück. Axa verdiente in den ersten sechs Monaten des Jahres vor Zinsen und Steuern 2,3 Milliarden Euro. Die Allianz meldete für das erste Halbjahr 4,7 Milliarden Euro.
Axa konnte im Kerngeschäft - dem Verkauf von Lebens-, Kranken- und Schadenversicherungen leicht zulegen. In der Vermögensverwaltung verdiente der Konzern jedoch etwas weniger.