Amazon-Beschäftigte streiken in Leipzig - DER SPIEGEL
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Internetversandhändler Amazon-Beschäftigte streiken in Leipzig

"Wir wollen Sicherheit, also einen Tarifvertrag": Nach Ver.di-Angaben bestreiken rund 500 Mitarbeiter des Internetversandhändlers Amazon das Logistikzentrum in Leipzig. Weihnachtsgeld wurde den Beschäftigten nun bereits zugesichert.
Streikende Amazon-Mitarbeiter (Archiv): "Bewegung in die richtige Richtung"
Streikende Amazon-Mitarbeiter (Archiv): "Bewegung in die richtige Richtung"

Streikende Amazon-Mitarbeiter (Archiv): "Bewegung in die richtige Richtung"

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa
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Leipzig - Beim Internetversandhändler Amazon in Leipzig ist am Donnerstag erneut gestreikt worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di beteiligten sich etwa 470 Mitarbeiter von Früh- und Spätschicht an dem Ausstand. Ver.di fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels.

Amazon kündigte unterdessen an, in diesem Jahr Weihnachtsgeld zahlen zu wollen. Eine Sprecherin sagte, die Entscheidung habe nichts mit dem Streik zu tun. Diese sei "im Rahmen der jährlichen Gehaltsüberlegungen" getroffen worden. Zur Höhe könne sie noch nichts sagen.

"Darüber freuen wir uns, die Streiks haben also Bewegung in die richtige Richtung gebracht", sagte Ver.di-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago. Die Mitarbeiter seien am Mittwoch über das Angebot der Geschäftsführung informiert worden. Dennoch reiche das nicht aus. "Wir wollen Sicherheit, also einen Tarifvertrag."

Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler. Er hat in Deutschland acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter, in Leipzig sind es etwa 2000.

dm beendet Kooperation mit Amazon

Unterdessen hat die Drogeriemarktkette dm ihre Kooperation mit dem Online-Portal beendet. Die Erwartungen hätten sich nicht erfüllt, bestätigte das Unternehmen am Donnerstag einen Bericht der "Lebensmittel Zeitung". Der Karlsruher Marktführer für Drogeriewaren sieht keine Perspektive, den Online-Handel über Amazon erfolgreich fortzusetzen.

Amazon und dm hatten im August 2011 vereinbart, dass 1700 Produkte der Eigenmarken von dm bei Amazon in einem speziellen Bereich, genannt dm-Shop, bestellt werden können. Doch Absatz und Umsatzzahlen bei Amazon hätten gezeigt, dass Menschen Drogerieartikel lieber im Einzelhandel kauften, hieß es von dm.

lei/dpa