Hoffen auf Ende der Sanktionen Apple will iPhones in Iran verkaufen
Straßenszene in Teheran: Attraktiver Markt für Smartphone-Hersteller
Foto: Abedin Taherkenareh/ dpaHamburg - Der US-Technologiekonzern Apple will seine iPhones und andere Produkte künftig offenbar auch in Iran verkaufen. Apple-Vertreter hätten am Firmensitz in London potenzielle iranische Geschäftspartner getroffen, um über die Zeit nach der Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen gegen das Land zu sprechen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider .
Demnach will der Konzern keine eigenen Apple-Geschäfte im Iran eröffnen, sondern mit iranischen Partnern Filialen mittlerer Größe betreiben, die ausschließlich Apple-Produkte verkaufen sollen.
Wegen des Streits über das iranische Atomprogramm gelten derzeit noch scharfe Uno-Wirtschaftssanktionen gegen das Land darüber hinaus haben die USA und die EU jeweils eigene, weitergehende Strafmaßnahmen beschlossen.
Allerdings gibt es Hoffnung, dass die Sanktionen bald aufgehoben werden können. Aktuell verhandeln darüber die fünf Veto-Mächte des Uno-Sicherheitsrats und Deutschland. Es wird eine Einigung bis zum 24. November angestrebt, doch ist fraglich, ob sich die Verhandlungsparteien bis dahin tatsächlich auf ein dauerhaftes Abkommen verständigen können.
Ein derartiges Abkommen soll dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie ermöglichen, ihm aber die Möglichkeit nehmen, innerhalb kurzer Zeit Atomwaffen zu entwickeln. Im Gegenzug für Zugeständnisse Teherans will der Westen die Sanktionen aufheben.
Allerdings ist der Zeitplan für die Aufhebung der Sanktionen umstritten. Der Vorsitzende des Außenausschusses des iranischen Parlaments, Alaeddin Borudscherdi, sagte am Mittwoch, die von den USA geplante schrittweise Aufhebung sei für den Iran inakzeptabel. Er beharre auf der sofortigen Aufhebung aller Strafmaßnahmen.