Apples Store: Der meiste Umsatz pro Quadratmeter - DER SPIEGEL
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Edel-Shopping: Bis zu 180.000 Euro Umsatz pro Quadratmeter

Foto: Lucas Jackson / REUTERS

Edel-Einkaufsstraßen Apple Stores machen am meisten Umsatz

Mag Apples Aktienkurs auch kräftig einknicken: Mit seinen Ladengeschäften erzielt der iPhone-Konzern nach Informationen des SPIEGEL Traumrenditen. Auch andere Firmen investieren in edle Lagen. Die aber könnten bald nur noch Schaufensterfunktion haben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Egal wie viele Milliarden an Wert Apple in den vergangenen Monaten an der Börse verloren haben mag - als Shop-Betreiber bleibt der Technologiekonzern global gesehen eine Klasse für sich: Allein die Apple-Filiale an der Zürcher Bahnhofstraße soll umgerechnet über 180.000 Euro Umsatz jährlich erzielen - pro Quadratmeter Verkaufsfläche. Der ganze Laden setzt mehr als 80 Millionen Euro um, resümiert eine neue Studie der Immobilienberatung Location Group, die diese Woche veröffentlicht wird.

Der Apple-Store an der New Yorker Fifth Avenue kam 2012 demnach sogar auf einen Gesamtumsatz von rund 330 Millionen Euro. Apple betreibt weltweit bereits 390 eigene Geschäfte und expandiert weiter - auch in Asien, wo Luxusmarken ohnehin den Markt der Zukunft sehen.

Als weltweit teuerste Einkaufszeilen gelten mittlerweile nicht mehr Klassiker wie die Pariser Champs-Elysées, sondern die Causeway Bay und die Queens Road in Hongkong. Dort hat Zara jüngst eine frühere H&M-Filiale übernommen und zahlt laut Location Group nun die doppelte Miete: knapp 30.000 Euro jährlich pro Quadratmeter.

Das sei rund doppelt so viel wie an anderen Top-Einkaufsmeilen der Welt, etwa New Yorks Fifth Avenue. In Deutschland ist die kostspieligste Lage laut der aktuellen Studie die Kaufingerstraße in Münchens Fußgängerzone: 330 Euro würden hier im Schnitt monatlich pro Quadratmeter Miete bezahlt.

Das rentiert sich allerdings nicht immer: "Je hochwertiger die Straße beziehungsweise die jeweilige Location ist, desto niedriger ist meistens die Rendite", sagt Location-Chef Marc-Christian Riebe, der noch einen anderen, allerdings unsichtbaren Feind des Einzelhandels sieht: Amazon. Das boomende Online-Geschäft könne schon in wenigen Jahren dazu führen, dass große Shopping- Center und Flagship-Stores eher die Funktion von Schaufenstern übernähmen, nach deren Besuch die Kunden überhaupt erst bestellten - online.

mak