ATU: Autowerkstattkette wird von Konkurrent Mobivia übernommen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Autowerkstatt-Kette ATU findet Käufer in Frankreich

Schon länger war die angeschlagene Werkstattkette ATU auf der Suche nach einem neuen Eigentümer. Nun kauft der französische Konkurrent Mobivia das deutsche Unternehmen.
ATU-Filiale
ATU-Filiale

ATU-Filiale

Foto: DPA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die angeschlagene Autowerkstattkette ATU wird voraussichtlich vom französischen Branchenprimus Mobivia übernommen. Bis zum Ende des Jahres solle der Verkauf abgeschlossen sein, teilten beide Unternehmen mit.

ATU hat in der Vergangenheit mehrfach die Besitzer gewechselt. Derzeit gehört das Unternehmen aus Weiden/Oberpfalz einer Gruppe von Finanzinvestoren, darunter Centerbridge und Goldman Sachs - diese waren auf der Suche nach einem Käufer.

Mobivia ist deutlich größer als das deutsche Unternehmen. Nach eigenen Angaben ist der Konzern mit rund 11.000 Mitarbeitern und 1,76 Milliarden Euro Umsatz Marktführer in Europa.

Allerdings steht der Verkauf von ATU mit seinen über 600 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Vorbehalt. Unter anderem ist eine kartellrechtliche Genehmigung notwendig. Zudem stellt Mobivia eine Bedingung: Das ATU-Management soll die hohen Mietkosten für die Niederlassungen senken und die Verträge mit den Vermietern nachverhandeln.

ATU beschäftigt mit etwa 10.000 Mitarbeitern fast ebenso viele Menschen wie Mobivia, erzielt aber deutlich niedrigere Umsätze. Für das Geschäftsjahr 2016/2017 ist eine knappe Milliarde Euro angepeilt, was nach Jahren schrumpfender Erlöse erstmals wieder einen leichten Anstieg bedeuten würde.

msc/dpa