Ausländische Investoren kaufen Rekordzahl deutscher Firmen - DER SPIEGEL
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USA, Schweiz, Frankreich Ausländische Investoren kaufen Rekordzahl deutscher Firmen

Ob Roboterproduzent, Modehaus oder Haushaltsgerätehersteller: Hunderte deutsche Unternehmen wurden 2016 von ausländischen Investoren übernommen. Am häufigsten kamen sie aus den USA.
Produktion bei WMF in Geislingen (Archivbild)
Produktion bei WMF in Geislingen (Archivbild)

Produktion bei WMF in Geislingen (Archivbild)

Foto: Uwe Anspach/DPA
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Die Zahl der Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren hat 2016 ein neues Rekordhoch erreicht. Zu diesem Ergebnis komme eine am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers. Demnach wurden allein bis Mitte November 756 Firmen von Unternehmen oder Finanzinvestoren aus anderen Ländern geschluckt. Für das Gesamtjahr rechnen die Experten mit mehr als 850 Übernahmen. Das wäre ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2015.

Ganz oben auf den Einkaufslisten standen mit 188 Deals deutsche Industrieunternehmen. Besonders stark stiegen allerdings die Übernahmen in der Technologiebranche. Seit 2013 haben sie sich den Angaben zufolge auf 141 Deals nahezu verdoppelt. Vor allem ausländische Finanzinvestoren hätten den deutschen Technologiesektor für sich entdeckt, sagte PwC-Partner Steve Roberts.

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Übernahmen 2016: Wir kaufen uns einen Konzern

Foto: aixtron/ picture alliance / dpa

Die meisten Deals in Deutschland stemmten wie auch in den Vorjahren den Angaben zufolge Käufer aus den USA - 136 waren es bis Mitte November. Allerdings sank ihr Anteil von 25 Prozent auf 18 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Schweiz und Frankreich.

So übernahm beispielsweise das US-Unternehmen Convergys den deutschen Callcenterbetreiber BUW. Beim insolvente Modekonzern Strenesse stieg eine Schweizer Treuhandgesellschaft ein. Und der Haushaltswarenhersteller WMF gehört nun zum französischen SEB-Konzern.

Auch China kam 2016 auf eine Rekordzahl an Übernahmen in Deutschland und landet im PwC-Ranking auf Rang vier. Für besonders viel Aufsehen sorgte die milliardenschwere Übernahme des Roboterherstellers Kuka durch die Midea Group. Die geplanten Käufe des Chipmaschinenherstellers Aixtron und des Leuchtmittelproduzenten Osram durch chinesischen Investoren scheiterten allerdings.

dab/dpa