Australien steckt 89 Milliarden in Erneuerung der Marine - DER SPIEGEL
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Australiens Marine: Fregatten, Korvetten, U-Boote

Foto: REUTERS/ Australian Defence Force

Erneuerung der Marine Australien steckt 60 Milliarden in Kriegsschiffe

Premier Abbott nennt es eine "sehr historische Ankündigung": Australien will 60 Milliarden Euro in die Erneuerung der Marine stecken. Ein Großteil der Schiffe soll im Land gebaut werden, doch U-Boote könnten auch aus Deutschland kommen.
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Australien will einen Großteil seiner Marine erneuern. Die Regierung bewilligte 89 Milliarden australische Dollar, umgerechnet rund 60 Milliarden Euro, für den Bau neuer Fregatten, Korvetten und Patrouillenboote in heimischen Werften.

Dies solle in den kommenden zwei Jahrzehnten bis zu 2500 Arbeitsplätze im Süden Australiens sichern, sagte Premierminister Tony Abbott. Er sprach von einer "sehr historischen Ankündigung". "Was wir heute bekanntgeben, ist im Grunde der Bau einer Flotte hier in Australien", sagte Abbott weiter.

Zudem will die australische Regierung Abbott zufolge "in den kommenden Monaten" ein Auftrag für den Bau zwölf neuer U-Boote vergeben. Im Rennen um diese Aufträge im Wert von rund 35 Milliarden Euro ist außer Firmen aus Japan und Frankreich auch die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).

Im Kampf um diesen Auftrag erhält TKMS nach SPIEGEL-Informationen tatkräftige Unterstützung durch die Deutsche Marine. Dafür setzt das Verteidigungsministerium auch Steuergelder ein - nur einer von mehreren problematischen Aspekten der Verkaufshilfe der Marine. Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Selbst ein Zuschlag für TKMS würde im Übrigen nicht zwingend bedeuten, dass dadurch Arbeitsplätze in Deutschland gesichert wären. Australiens Premier Abbott sagte am Dienstag, die verschiedenen Bieter seien aufgefordert worden, Angebote für den Bau in Australien, im Ausland oder an verschiedenen Standorten vorzulegen. In Australien gibt es Widerstände dagegen, die U-Boote komplett im Ausland produzieren zu lassen, weil damit der heimischen Schiffsbauindustrie ein wichtiger Auftrag entgehen würde.

Der Bau der neuen Fregatten wird auf das Jahr 2020 vorgezogen, der Bau der neuen Patrouillenboote soll bereits im Jahr 2018 beginnen. Sie lösen Fregatten der Anzac-Klasse und die Patrouillenboote der Armidale-Klasse ab. Die alternden U-Boote der Collins-Klasse sollen von 2026 an außer Dienst gestellt werden.

dab/dpa/AFP