Bahn will 1700 neue Mitarbeiter einstellen - DER SPIEGEL
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Mainzer Stellwerksdebakel Bahn will 1700 neue Mitarbeiter einstellen

Das Mainzer Stellwerksdebakel war eine Blamage für die Deutsche Bahn - nun kündigt der Konzern eine Personaloffensive an. 2014 sollen 1700 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Kostenpunkt: 50 Millionen Euro jährlich.
ICE am Bahnhof Frankfurt: 450 neue Mitarbeiter mit Befristung
ICE am Bahnhof Frankfurt: 450 neue Mitarbeiter mit Befristung

ICE am Bahnhof Frankfurt: 450 neue Mitarbeiter mit Befristung

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Berlin - Die Deutsche Bahn reagiert auf Personalengpässe und stellt im kommenden Jahr 1700 Mitarbeiter zusätzlich ein. Das kündigte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber am Montag in Berlin an. 1250 Beschäftigte sollen dauerhaft bei dem Unternehmen bleiben, die übrigen 450 zunächst befristet eingestellt werden.

Die Belegschaft wird aufgestockt, nachdem Personalchefs und Betriebsräte in den 330 Bahn-Betrieben die Personalplanung zweieinhalb Monate lang überprüft hatten. Anlass war das Stellwerksdebakel von Mainz. Dort fehlten im Sommer Fahrdienstleiter, wochenlang fielen Züge im Regional- und Fernverkehr aus.

Von den 1700 neuen Mitarbeitern werden nach Angaben Webers rund 1000 in der Infrastruktur beschäftigt, 400 davon in den Stellwerken, 400 bei der Instandhaltung. Auch rund 200 Lokführer seien zusätzlich eingeplant. Weber fügte hinzu, bereits in diesem Jahr würden 860 Fahrdienstleiter eingestellt, 400 mehr als zuvor geplant. Das von 2014 an geplante neue Personal werde die Bahn rund 50 Millionen Euro jährlich kosten.

Die 450 neuen Angestellten mit befristeten Verträgen sollen vor allem helfen, Überstunden und Urlaubsansprüche des Stammpersonals abzubauen, wie Weber sagte. Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Alexander Kirchner, erwartet, dass auch diese Beschäftigten später bei der Bahn bleiben. "Denn der Abbau von Mehrarbeit ist auch danach noch nötig", sagte Kirchner.

Die zweieinhalb Monate, in denen die Personalplanung überprüft wurde, hätten sich gelohnt. "Wir sind noch lange nicht am Ende, aber in der richtigen Richtung", sagte Kirchner zu der Verständigung mit der Bahn-Spitze. Dazu gehört auch eine tarifliche Vereinbarung, wonach Mehrarbeit langfristig auf Arbeitszeitkonten übertragen werden kann. Am 2. April 2014 soll bei einem weiteren Treffen eine Zwischenbilanz gezogen werden.

yes/dpa-AFX