Bahnstreik: GDL ruft zu Mega-Streik auf - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Lokführer kündigen neue Streiks an

Der Tarifkonflikt zwischen GDL und Deutscher Bahn eskaliert erneut: Die Lokführergewerkschaft hat neue Arbeitskämpfe angekündigt. Die Dauer blieb zunächst offen.
Deutsche Bahn: Lokführer kündigen neue Streiks an
Deutsche Bahn: Lokführer kündigen neue Streiks an

Deutsche Bahn: Lokführer kündigen neue Streiks an

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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Frankfurt - Die Deutsche Bahn wird wieder bestreikt. Die Lokführergewerkschaft GDL kündigte am Mittwoch in Frankfurt neue Arbeitskämpfe an. Zuvor waren die Tarifverhandlungen mit der Bahn gescheitert.

Über den Zeitpunkt und die Länge der Streiks werde noch diskutiert, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Er teilte lediglich mit, dass am Mittwoch nicht mehr gestreikt werde. Die GDL werde den Streik "rechtzeitig ankündigen". In der Vergangenheit hatte er aber bereits gesagt, dass der Streik mindestens 100 Stunden dauern könne.

Weselsky warf der Bahn vor, wieder hinter bereits erreichte Kompromisse zurückgegangen zu sein. "Wir verhandeln um des Verhandelns willen und wir kommen keinen Millimeter voran." Jetzt helfe nur noch der Streik. "Nach allem, was wir bisher erleben mussten, hilft hier nur ein Mittel: Ultima-Ratio-Prinzip und den Druck über Arbeitskämpfe zu erhöhen."

Weselsky hatte der Bahn ein Ultimatum gestellt: Bis Mittwoch um elf Uhr sollte sie ein Papier unterschreiben, auf dem die Gewerkschaft die bisherigen Verhandlungsergebnisse zusammenfasste. Die Bahn hatte das Papier bereits am Dienstag abgelehnt, weil es aus ihrer Sicht nicht den Sachstand, sondern Maximalforderungen der GDL enthielt. "Wir können das so nicht unterschreiben", sagte Personalvorstand Ulrich Weber SPIEGEL ONLINE.

Bereits der siebte Streik in diesem Tarifkonflikt

Am Mittwochmorgen hatte die Bahn der GDL schriftlich ein Spitzengespräch angeboten, um gemeinsam ein Protokoll der bisherigen Verhandlungen zu erstellen. Eine Bahn-Sprecherin wies den Vorwurf einer Verzögerungstaktik zurück. "Eine Lösung geht nur durch sprechen, verhandeln, verhandeln und sprechen."

Die GDL hatte ihre Mitglieder im vergangenen Jahr bereits sechs Mal zu Streiks aufgerufen, die heftige Auswirkungen auf den Bahnverkehr in ganz Deutschland hatten. Neben verkürzten Arbeitszeiten und fünf Prozent mehr Geld verlangt die GDL auch für ihre Mitglieder außerhalb der Lokführer-Berufsgruppe eigenständige Tarifverträge. Diese waren bislang von der konkurrierenden EVG ausgehandelt worden, mit der die Bahn ebenfalls in Tarifgesprächen steht.

dab/mmq/dpa/Reuters