Bank of America Größtes US-Geldhaus stellt 40.000 Jobs in Frage
Bank-of-America-Werbung in New York: Investorenkonferenz Anfang kommender Woche
Foto: Mark Lennihan/ APNew York - Die Bank of America wurde mit zig Milliarden vom US-Staat gerettet, bekam erst kürzlich eine saftige Geldspritze eines Starinvestors - und selbst das jüngst angekündigte Sparprogramm rettet die Mitarbeiter offenbar nicht vor dem Jobkahlschlag: Denn das größte US-Geldhaus könnte einem Bericht zufolge deutlich mehr Stellen streichen als bislang angenommen. Beim anstehenden Umbau der Bank gebe es Szenarien, die einen Abbau von bis zu rund 40.000 Stellen vorsehen, schreibt das "Wall Street Journal" ("WSJ") unter Berufung auf Insider. Es stehe aber noch nicht fest, wie viele Jobs genau gestrichen werden, die Zahl könne sich daher noch jederzeit ändern.
Sollten tatsächlich 40.000 Arbeitsplätze wegfallen, wären das rund 14 Prozent der Belegschaft. Damit würden die Umbaumaßnahmen auch sehr viel weiter reichen als noch Mitte August angenommen. Damals hatte das "WSJ" berichtet, dass mindestens 10.000 Stellen wegfallen könnten.
Wegen der anhaltenden Schuldenkrise und der turbulenten Lage an den Finanzmärkten planen derzeit viele Banken einen Jobabbau. Außer mit den branchenüblichen Problemen wie der strengeren Regulierung oder den schwächelnden Erträgen kämpft die Bank of America noch mit einer Reihe hausgemachter Probleme. So steht das Institut trotz der jüngsten Kapitalspritze von Starinvestor Warren Buffett über fünf Milliarden Dollar weiter unter großem Druck, sein Kapitalpolster aufzubessern. Seit Anfang des Jahres ist der Börsenwert der Bank zudem um mehr als 40 Prozent geschmolzen.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, ist noch nicht klar, wann die Bank of America die Stellenstreichungen bekannt geben wird. Führungskräfte der Bank hätten sich am Donnerstag in Charlotte getroffen und wollten am Freitag erneut zusammenkommen, um Beschlüsse zu fassen. Anfang der kommenden Woche wird Unternehmenschef Brian Moynihan die Pläne zum Umbau der Bank bei einer Investorenkonferenz erläutern. Es sei aber noch nicht sicher, ob er sich dabei schon zu konkreten Zahlen äußern wird.