Baumarktkette Praktiker wird zerschlagen - DER SPIEGEL
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Insolvente Baumarktkette Praktiker wird zerschlagen

Eigentlich wollten die Insolvenzverwalter Praktiker als Ganzes verkaufen, sind damit aber gescheitert. Nun verschwindet die Baumarktkette komplett vom deutschen Markt.
Praktiker-Markt in Kaiserslautern (Archivbild): Aktien verlieren fast 30 Prozent
Praktiker-Markt in Kaiserslautern (Archivbild): Aktien verlieren fast 30 Prozent

Praktiker-Markt in Kaiserslautern (Archivbild): Aktien verlieren fast 30 Prozent

Foto: Oliver Dietze/ picture alliance / dpa
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Hamburg - Ende Juli klang Christopher Seagon noch optimistisch. Es gebe zahlreiche Angebote für Praktiker als Ganzes, sagte mit Seagon einer der vorläufigen Insolvenzverwalter der Baumarktkette. Doch die Freude war offenbar verfrüht: Praktiker verschwindet vom deutschen Markt. In 130 Märkten beginne Ende nächster Woche der Ausverkauf, teilten die vorläufigen Insolvenzverwalter am Mittwoch in Hamburg mit. Die im SDax gelisteten Praktiker-Aktien   verloren fast 30 Prozent und waren damit noch knapp sechs Cent wert.

Es bestehe Interesse an einzelnen Standorten - es gebe aber keine Investoren, die die Warenbestände übernehmen wollten, erklärten die Insolvenzverwalter Seagon und Jens-Sören Schröder. Den insgesamt 5330 festangestellten Beschäftigten an den 130 betroffenen Standorten, davon 1780 geringfügig Beschäftigte, werde zunächst nicht gekündigt.

Gute Chancen für Max Bahr

Für die ebenfalls insolvente Praktiker-Tochter Max Bahr gebe es dagegen Interessenten. "Wir sehen deshalb gute Chancen, die Standorte und Arbeitsplätze von Max Bahr zu sichern", hieß es in der Pressemitteilung. Ziel sei es, bis zum 1. Oktober 2013 eine Übereinkunft mit dem Interessenten zu treffen, der das beste Angebot vorgelegt habe. In allen Max-Bahr-Märkten gehe der Verkauf unverändert weiter, und sie würden mit Waren versorgt.

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Im Juli war der lange Überlebenskampf von Praktiker gescheitert, die Baumarktkette meldete Insolvenz an. Zwei Wochen später scheiterte auch die Tochter Max Bahr, die als Hoffnungsträger des Konzerns gegolten hatte. Zum Verhängnis war Praktiker auch das Billigkonzept geworden, das unter dem Slogan "20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung" beworben wurde.

dab/yes/Reuters/dpa

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