US-Notenbank Kein klares Signal für Ende der Geldflut
Notenbankchef Bernanke: Vorerst kein Kurswechsel bei Anleihenkäufen
Foto: Jewel Samad / AFPWashington - Ein klares Signal der US-Notenbank für einen baldigen Abbau ihrer milliardenschweren Konjunkturstützen bleibt weiter aus. Aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung von Ende Juli geht kein Zeitplan für den Einstieg in den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes hervor. Der zwölfköpfige Offenmarktausschuss zeigte sich uneins, wann die Geldschwemme eingedämmt werden soll.
Nur wenige Mitglieder hätten dafür plädiert, die Käufe "bald ein wenig" zu drosseln, heißt es in den Protokollen. Andere hätten zur Geduld beim Herunterfahren der Konjunkturhilfen gemahnt. Derzeit kauft die Notenbank jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staats- und Immobilienpapiere und kurbelt damit die Wirtschaft an.
Die US-Börsen weiteten nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls ihre Verluste kurzzeitig leicht aus und fielen auf den niedrigsten Stand im Handelsverlauf. Der Dollar legte zu Yen und Euro zu. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen stiegen.
Fed-Chef Ben Bernanke hatte angekündigt, das Anleihen-Ankaufprogramm bis Mitte 2014 auslaufen lassen zu wollen. Wann die Fed mit dem Ausstieg beginnt, ist ungewiss. Die Frage versetzt die Finanzmärkte seit Wochen in Aufregung. Erst Ende Juni hatte Bernanke vage Andeutungen gemacht, dass ein Herunterfahren der Kaufpolitik beginnen könne. Die Börsen hatten damals mit deutlichen Verlusten reagiert.