Versicherer Allianz verdoppelt Gewinn
München - Hurrikan "Sandy" hat der Allianz nicht groß geschadet. Unter dem Strich verdiente Europas größter Versicherer im abgelaufenen Jahr 5,2 Milliarden Euro und damit gut doppelt so viel wie 2011. In jenem Jahr belasteten allerdings auch milliardenschwere Abschreibungen auf griechische Anleihen die Bilanz.
Eine höhere Dividende soll es trotz des Milliardengewinns nicht geben, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. Für 2013 gab sich Vorstandschef Michael Diekmann vorsichtig optimistisch. Trotz Absatzproblemen in der Lebensversicherung soll es im operativen Geschäft insgesamt ähnlich gut laufen wie 2012.
Die Allianz-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Zum Handelsstart in Frankfurt legte das Papier zeitweise 0,4 Prozent zu. "Nach einem starken vierten Quartal hat die Allianz einen optimistischen Ausblick gegeben", kommentiert Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank. Er sei auf den ersten Blick positiv überrascht von der Zielsetzung, auch wenn das anvisierte operative Ergebnis etwas unter dem von 2012 liege.
Der operative Gewinn legte um 21 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zu - das ist der zweithöchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Die Aktionäre sollen erneut eine Dividende von 4,50 Euro erhalten. Auch nach dem Gewinneinbruch 2011 hatte der Konzern die Ausschüttung stabilgehalten.
Für das laufende Jahr stellte Diekmann einen operativen Gewinn von 9,2 Milliarden Euro in Aussicht - mit einer halben Milliarde Spielraum nach oben und unten. Da die Allianz ab diesem Jahr Umstrukturierungskosten erstmals im operativen Ergebnis erfasst, liegt die Prognose etwa auf dem Niveau von 2012.