British Midland Lufthansa zahlt bei Verkauf von Tochterfirma drauf
Flugzeuge der Lufthansa-Tochter BMI: Verkauf um jeden Preis
Foto: © Darren Staples / ReutersFrankfurt am Main - Lange hat die Lufthansa nach einem Käufer für das Sorgenkind British Midland (BMI) gesucht, jetzt ist der Deal perfekt. Der Kaufvertrag mit der International Airlines Group (IAG), der Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, sei unterzeichnet, teilte die größte deutsche Fluglinie mit.
Der Bruttokaufpreis beträgt zwar 207 Millionen Euro, unter dem Strich wird die Lufthansa bei dem Geschäft aber noch draufzahlen, weil IAG unter anderem Pensionsverpflichtungen für BMI übernimmt. Eine Grundsatzvereinbarung über den Verkauf war bereits Anfang November unterzeichnet worden.
Lufthansa-Aktie legt zu
BMI war jahrelang ein Bremsklotz für die deutsche Fluggesellschaft - seit der Vollübernahme 2009 flogen die Briten Verluste von 315 Millionen Euro ein. BMI ist auf den britischen Markt fokussiert und passt daher nicht in das Streckennetz der Lufthansa. Zudem hatte Lufthansa BMI verstärkt als Ferienflieger in die Urlaubsländer Nordafrikas ausgerichtet. Dieses Geschäft brach jedoch wegen der Unruhen in der Region ein.
An der Börse kam der Abschluss des Geschäfts gut an: Die Lufthansa-Aktie stieg zeitweilig um zwei Prozent. Ein Händler bewertete die Konditionen des Vertrags inklusive des Preises als weitgehend bekannt. Dennoch habe die Lufthansa den Verkauf nun abgeschlossen, und das helfe dem Aktienkurs.