Burberry verkündet straffes Sparprogramm - DER SPIEGEL
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Britische Luxusmode Burberry verkündet straffes Sparprogramm

Der für seine Trenchcoats bekannte Konzern Burberry will 100 Millionen Pfund einsparen. Vor allem chinesische Kunden kaufen weniger - und treffen damit auch andere Luxusmarken.
Burberry-Geschäft in Peking
Burberry-Geschäft in Peking

Burberry-Geschäft in Peking

Foto: KIM KYUNG HOON/ REUTERS
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Der britische Luxusartikelhersteller Burberry muss den Gürtel enger schnallen: Das Unternehmen verkündete einen Sparplan , mit dem mindestens 100 Millionen Pfund (umgerechnet rund 128 Millionen Euro) in den kommenden drei Jahren eingespart werden sollen. Die 160 Jahre alte britische Traditionsmarke ist vor allem für ihre Trenchcoats und Karo-Schals bekannt.

Im vergangenen Geschäftsjahr ging der Nettogewinn des Unternehmens um acht Prozent auf 309 Millionen Pfund zurück. Burberry-Chef Christopher Bailey sagte, die Marke solle trotz des "schwierigen Klimas" im Luxussektor stark bleiben.

In dem Sparprogramm ist von "signifikanten Veränderungen" durch eine "Verringerung der Komplexität und eine Vereinfachung der Prozesse" die Rede. Genauer gesagt: Ein Teil der Produkte soll im Laufe des kommenden Jahres aus dem Sortiment gestrichen werden. Zudem sollen sich die Burberry-Designer mehr auf Handtaschen konzentrieren - ein Markt, der mehr abwirft und schneller wächst als das Geschäft mit Kleidung, und in dem Burberry hinter Rivalen wie Louis Vuitton und Prada hinterherhinkt. Außerdem sollen bald auf die örtliche Kundschaft angepasste Waren in den Läden stehen.

Wie andere Luxusartikelhersteller kämpft auch Burberry mit der abgekühlten Weltwirtschaft und dem chinesischen Nachfragerückgang im Hochpreissegment. Auch in Europa sind die Einnahmen zurückgegangen - besonders weil viele Urlauber, vor allem Chinesen, nach den Anschlägen von Paris und Brüssel weggeblieben waren.

kpa/AFP/AP/Reuters