Capri-Sonne wird jetzt Capri-Sun - DER SPIEGEL
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Markenname verschwindet Capri-Sonne wird jetzt englisch

Für viele Menschen ist der Name eine Kindheitserinnerung, doch nun soll Capri-Sonne verschwinden. Der baden-württembergische Hersteller will das Zuckergetränk weltweit unter dem Namen Capri Sun vermarkten - und erntet Kritik.
Firmenchef Hans-Peter Wild (2009 zum 40-jährigen Jubiläum von Capri-Sonne)
Firmenchef Hans-Peter Wild (2009 zum 40-jährigen Jubiläum von Capri-Sonne)

Firmenchef Hans-Peter Wild (2009 zum 40-jährigen Jubiläum von Capri-Sonne)

Foto: Uli Deck / picture alliance / dpa
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Capri-Sonne heißt künftig auch in Deutschland Capri-Sun. Das teilten die Deutschen SiSi-Werke in Eppelheim (Baden-Württemberg) am Dienstag mit. "Ab dem Frühjahr werden die Produkte weltweit einheitlich unter der Bezeichnung Capri-Sun vermarktet", hieß es.

Im Internet kritisierten Liebhaber des bisherigen Namens die Umstellung auf Englisch - teils ernsthaft, teils humorvoll.

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"Wir verstehen jeden Fan, auch uns ist dieser Schritt nicht leicht gefallen", sagte Unternehmenssprecherin Julia Savas-Butz der Nachrichtenagentur dpa. "Aber er ist notwendig."

Das Getränk wurde in den Sechzigerjahren vom Heidelberger Unternehmer Rudolf Wild entwickelt. Außerhalb Deutschlands trägt das Produkt bereits die englische Bezeichnung. "Die Vereinheitlichung des Namens ist eine logische Konsequenz. Verbraucher sind weltweit unterwegs, Sprachbarrieren schwinden, Kommunikation geht über Grenzen hinweg", sagte Savas-Butz. Die Umstellung soll Mitte 2017 abgeschlossen sein.

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"Uns war klar, dass nicht alle Verbraucher begeistert von der Umstellung sein würden. Insofern haben wir mit Kritik rechnen müssen", sagte die Sprecherin. Auszuschließen sei nicht, dass der bisherige Name Capri-Sonne "noch mal in irgendeiner Weise" auflebe.

Ohnehin ist der Name längst nicht nur mir schönen Erinnerungen der Konsumenten, sondern auch immer wieder mit heftiger Kritik von Verbraucherschützern verbunden. Die Organisation "Foodwatch" bezeichnete das Getränk einst als"Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur mit ein bisschen Fruchtsaft", die ähnlich viel Zucker enthalte wie Coca-Cola. Der Hersteller wies darauf hin, dass der Zuckergehalt bei Fruchtsaft ähnlich hoch, teilweise sogar deutlich höher liege. Mittlerweile bietet das Unternehmen auch zuckerreduzierte Varianten an.

stk/dpa

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