Chipgigant Quasi-Monopolist Intel bejubelt bestes Jahr seiner Geschichte
Intel: In 80 Prozent der PCs inside
Foto: Mike Blake/ REUTERSSanta Clara - Die Techindustrie ist endgültig wieder da: Erst präsentierte der deutsche Softwarekonzern SAP am Donnerstag Rekordzahlen, nun markiert Intel neue Höchstleistungen: Im Schlussquartal wuchs der Umsatz des Herstellers von Prozessoren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar (8,6 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg sogar um 48 Prozent auf unterm Strich 3,4 Milliarden Dollar.
"2010 war das beste Jahr in Intels Geschichte", sagte Konzernchef Paul Otellini. "Wir glauben, dass 2011 sogar noch besser wird." In der Wirtschaftskrise hatten viele Unternehmen an der Computerausstattung gespart. Nun haben sie Nachholbedarf.
Intel-Prozessoren stecken weltweit in rund 80 Prozent aller PCs. Der Chipriese hat den Wandel hin zu kleinen, mobilen Geräten jedoch verschlafen und mischt im boomenden Geschäft mit mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-Computern kaum mit. Auf diesem Markt dominiert die britische Firma ARM.
AMD geht es mies
Vor einer Woche hatte sich deshalb sogar Microsoft von seinem langjährigen Partner Intel abgewendet und eine umfangreiche Kooperation mit ARM bekanntgegeben. Diese Sorgen rückten jedoch angesichts der guten Geschäftszahlen zunächst in den Hintergrund.
Mit Zukäufen versucht Intel, auch den Anschluss bei mobilen Geräten wiederzufinden. So übernimmt der Konzern die Mobilfunk-Sparte von Infineon für 1,4 Milliarden Dollar. Die Münchener stellen fast das komplette Innenleben eines Handys her.