Cisco NDS TV-Software Übernahme - DER SPIEGEL
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Milliarden-Deal Netzwerkriese Cisco kauft Spezialisten für TV-Software

Fernsehen am PC oder Tablet - von diesem Trend will der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster Cisco profitieren. Für fünf Milliarden Dollar kauft er den Video-Software-Anbieter NDS. Die Cisco-Aktionäre sind wenig begeistert.
Cisco-Zentrale in Kalifornien: Auch Software für Videokonferenzen im Angebot
Cisco-Zentrale in Kalifornien: Auch Software für Videokonferenzen im Angebot

Cisco-Zentrale in Kalifornien: Auch Software für Videokonferenzen im Angebot

Foto: Justin Sullivan/ Getty Images
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San Jose - Beide Seiten haben dem Deal schon zugestimmt: Der kalifornische Netzwerkausrüster Cisco   übernimmt für rund fünf Milliarden Dollar das britischen Softwareunternehmen NDS. Die etwa 5000 Mitarbeiter von NDS entwickeln Software, mit denen Fernsehanbieter ihre Programme auf Set-Top-Boxen, Tablet-Computer oder den PC bringen.

NDS wurde 1988 in Israel gegründet und hat seinen Hauptsitz in London. Es gehörte bislang dem Finanzinvestor Permira und dem Unterhaltungskonzern News Corp.   von Rupert Murdoch, der sich seit Monaten mit einem Abhörskandal in Großbritannien herumschlägt. Die Firma bietet auch das TV-Verschlüsselungssystem VideoGuard an. Zu den Kunden von NDS zählen der Kabelnetzanbieter Kabel Deutschland und der Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland.

Cisco stellt hauptsächlich Geräte für den Datenverkehr her. Die Technik der Kalifornier steckt in den meisten Firmen-Netzwerken und sorgt mit dafür, dass das Internet funktioniert. Daneben hat Cisco auch Software im Angebot, etwa für Videokonferenzen.

Cisco will die Übernahme noch in der zweiten Jahreshälfte abschließen. Das Unternehmen bezahlt einen Aufschlag von 35 Prozent auf den Wert, den NDS zum Ende seiner Börsennotierung im Jahr 2009 hatte. Anleger reagierten skeptisch auf das Vorhaben: Mit einem Minus von mehr als einem Prozent waren die Aktien von Cisco am Donnerstag Schlusslicht im Dow-Jones  -Index.

dab/Reuters/dab

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