Commerzbank: Quartalsergebnis enttäuscht Anleger - DER SPIEGEL
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Quartalszahlen Commerzbank enttäuscht trotz dreistelligem Millionengewinn

Die Commerzbank ist stärker ins Jahr gestartet. Das Kreditinstitut verdiente im ersten Quartal unterm Strich 200 Millionen Euro. Anleger waren dennoch enttäuscht und drückten die Aktie ans Dax-Ende.
Commerzbank-Chef Blessing: Der Konzernumbau trage erste Früchte, sagt er
Commerzbank-Chef Blessing: Der Konzernumbau trage erste Früchte, sagt er

Commerzbank-Chef Blessing: Der Konzernumbau trage erste Früchte, sagt er

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Frankfurt am Main - Die Commerzbank gewinnt zunehmend an Boden. Das Kreditinstitut erwirtschafte im ersten Quartal erstmals seit eineinhalb Jahren wieder einen dreistelligen Millionengewinn.

Unter dem Strich verdiente die Commerzbank in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 200 Millionen Euro. Damit setzte der Frankfurter Dax-Konzern seinen Aufwärtstrend fort. "Im strategischen, kundenorientierten Geschäft haben wir ein ordentliches Ergebnis erzielt. Dies zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg", bilanzierte Konzernchef Martin Blessing in einer Mitteilung. Im Gesamtjahr 2013 war mit 78 Millionen Euro plus wieder die Gewinnzone erreicht worden.

Analysten hatten für den Jahresauftakt 2014 mit einem etwas besseren Ergebnis gerechnet. Die Börse reagierte am Mittwoch enttäuscht, die Commerzbank-Aktie   rutschte am Vormittag mit einem Minus von mehr als drei Prozent ans Dax-Ende  .

43.000 neue Kunden

In ihrem Kerngeschäft machte die Commerzbank vor allem im Privatkundengeschäft und in Osteuropa Fortschritte. Bei den Privatkunden sprang das operative Ergebnis binnen Jahresfrist auf 112 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 69 Millionen Euro gewesen. Unter dem Strich seien im ersten Vierteljahr knapp 43.000 neue Kunden gewonnen worden. "Dies alles zeigt, dass die Privatkundenstrategie und der im vergangenen Jahr fortgesetzte Umbau des Geschäfts erste Früchte tragen", schreibt die Commerzbank.

Insgesamt sackte der operative Gewinn des Instituts - also das um Sondereffekte wie Kosten für den Konzernumbau bereinigte Vorsteuerergebnis - um gut 30 Prozent auf 324 Millionen Euro ab. Das lag vor allem an einem deutlich schwächeren Investmentbanking.

Auf den Gewinn drückt zudem nach wie vor auch der Abbau von Altlasten. Der Verlust der konzerneigenen "Bad Bank" fiel mit 172 Millionen Euro höher aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 86 Millionen Euro gewesen. Allerdings konnte die Commerzbank die Bestände in ihrer Abwicklungssparte weiter verringern: Ende März waren es noch Papiere im Umfang von 102 Milliarden Euro. Das waren 14 Milliarden weniger als drei Monate zuvor. In der Abwicklungssparte hat die Commerzbank vor allem Staatsanleihen, gewerbliche Immobilienkredite und Schiffsfinanzierungen geparkt.

Einen Tag vor der Hauptversammlung stimmte Blessing die Aktionäre auf weiterhin schwierige Zeiten ein: "Das laufende Jahr 2014 wird für die Commerzbank aufgrund der für Finanzinstitute anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen weiter herausfordernd sein. Dennoch erwarten wir für die Commerzbank eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr."

yes/dpa