Commerzbank verkauft faule Schiffskredite an US-Investor - DER SPIEGEL
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280-Millionen-Euro-Paket Commerzbank verkauft faule Schiffskredite

Die Commerzbank entlastet ihre Bilanz - und schlägt ausfallgefährdete Schiffkredite mit einem Volumen von 280 Millionen Euro los. Der Käufer, US-Invester Oaktree, hofft auf eine Erholung der Märkte.
Logo an einer Commerzbank-Filiale in Frankfurt: Schifffahrt steckt in der Krise
Logo an einer Commerzbank-Filiale in Frankfurt: Schifffahrt steckt in der Krise

Logo an einer Commerzbank-Filiale in Frankfurt: Schifffahrt steckt in der Krise

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS
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Frankfurt am Main - Die Commerzbank hat den ersten Käufer für ein Paket mit toxischen Schiffskrediten gefunden: Die US-Investmentgesellschaft Oaktree übernahm ein Portfolio bestehend mit einem Kreditvolumen von insgesamt 280 Millionen Euro, wie das Geldhaus am Montag mitteilte. Mit dem Verkauf sinkt das Volumen der faulen Schiffskredite bei der zweitgrößten deutschen Bank um sechs Prozent. Ende September umfasste es noch 4,4 Milliarden Euro.

An der Börse kam der Verkauf gut an, die Commerzbank-Aktie legte zum Handelsauftakt zu.

Die Schifffahrt steckt wegen Überkapazitäten, gestiegener Treibstoffkosten und des mauen Welthandels seit gut fünf Jahren in der Krise. Die Commerzbank hat Mitte 2012 den Ausstieg aus dem Segment angekündigt.

Die HSH Nordbank will ebenfalls zwei Kreditpakete verkaufen, wie HSH-Chef Constantin von Oesterreich mitteilte. Bereits im Frühjahr hatte die HSH zehn insolvente oder von der Pleite bedrohte Tanker und Containerschiffe mit einem Kreditvolumen von 300 Millionen Euro an die Großreederei Navios übertragen. Schiffsbanken wie NordLB, die KfW und DVB Bank halten ihre Kredite hingegen - in der Hoffnung, dass sie nach der Krise wieder an Wert gewinnen.

Finanzinvestoren wie Oaktree und Apollo setzten darauf, dass sie durch ein besseres Management der Schiffe und eine Erholung der Märkte am Ende mehr Geld bekommen, als sie für die Kredite bezahlt haben. Bei der Bremer Reederei Beluga klappte das nicht. Das Unternehmen ging 2011 in Insolvenz, Oaktree erlitt hohe Verluste.

vks/dpa/Reuters