Computer-Gigant Microsoft feiert Rekordumsatz
Windows-Logo: Schleppender Computerverkauf macht sich bei Microsoft bemerkbar
Foto: ROBYN BECK/ AFPRedmond - Videospiele und Bürosoftware haben dem weltgrößten Software-Hersteller zu Rekordverkäufen verholfen. Im zweiten Geschäftsquartal, das im Dezember endete, stieg der Umsatz des Konzerns um fünf Prozent auf nie zuvor erreichte 19,95 Milliarden Dollar. Das teilte das Unternehmen kurz vor Schließung der US-Börsen am Donnerstagabend mit.
Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringfügig. Laut Microsoft lag er bei 6,63 Milliarden Dollar. Das entspricht 77 Cent pro Aktie - mehr als je zuvor für einen Anteilsschein. Im Vorjahreszeitraum hatte der Profit 6,66 Milliarden Dollar (74 Cent pro Aktie) betragen. Der Gewinn pro Aktie war im abgelaufenen Quartal wegen Rückkäufen größer.
Microsoft hatte die Zahlen versehentlich schon während des laufenden Börsenbetriebs online gestellt. Normalerweise erscheinen die Ergebnisse erst, nachdem der Handel beendet ist. Nach Bekanntgabe der Zahlen stieg die Aktie 0,3 Prozent auf 28,83 Dollar.
Das schleppende Geschäft beim Verkauf von Computern war nach Ansicht von Experten für den leichten Gewinnrückgang verantwortlich. ist auf etwa 90 Prozent der Computer weltweit das . Deshalb ist der Konzern sehr von Computerverkäufen abhängig, die im Quartal nur um drei Prozent stiegen. Mit dem iPad des Konkurrenten Apple gibt es zudem einen neuen Konkurrenten. Zudem war der Gewinn vor einem Jahr durch die Einnahmen nach dem Verkaufsstart für das Betriebssystems Windows 7 enorm gesteigert worden.
Großen Erfolg habe das Unternehmen mit der Bewegungssteuerung Kinect für die Spielekonsole Xbox 360 gehabt, sagte Finanzchef Peter Klein am späten Donnerstag in Redmond im US-Bundesstaat Washington. Sie hatte sich binnen 60 Tagen acht Millionen Mal verkauft. Auch das Firmenkundengeschäft mit der neuen Bürosoftware Office 2010 entwickelte sich gut.