Computerpanne legt American Airlines lahm - DER SPIEGEL
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Defektes Buchungssystem Computerpanne legt American Airlines lahm

Hunderte Flüge fielen aus, fast tausend verspäteten sich: Probleme mit dem Buchungssystem haben bei der US-Fluglinie American Airlines zu massiven Beeinträchtigungen geführt. Dabei versucht sich das Unternehmen gerade an einem Neustart.
Maschinen von American Airlines: An normalen Tagen werden 3400 Flüge abgewickelt
Maschinen von American Airlines: An normalen Tagen werden 3400 Flüge abgewickelt

Maschinen von American Airlines: An normalen Tagen werden 3400 Flüge abgewickelt

Foto: Joe Raedle / AFP
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Fort Worth - Nichts ging mehr bei American Airlines: Ein Computerfehler beim Buchungssystem hat am Dienstag Tausende Passagiere der US-Fluglinie stranden lassen. Über Stunden konnten keine Maschinen abgefertigt werden. Am Nachmittag lief das System wieder, bis in den Abend hinein kam es jedoch zu Verspätungen und Ausfälle.

Die Panne kommt zur denkbar schlechtesten Zeit für die Fluggesellschaft. Sie ist insolvent und arbeitet momentan an einem Neustart. Durch den Zusammenschluss mit dem kleineren Wettbewerber US Airways soll die größte Fluglinie der Welt entstehen. In Fernsehspots wird seit Wochen für die "neue American Airlines" geworben. Die Jets bekommen einen neuen Anstrich mit neuem Logo.

Bis um 18 Uhr Ortszeit am Dienstag zählte die Fluginfo-Website FlightStats mehr als 700 ausgefallene Flüge und annähernd tausend Verspätungen bei American Airlines und der Regionaltochter American Eagle. Auch am Mittwoch werde es noch zu vereinzelten Flugausfällen kommen, teilte die Gesellschaft über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie bot Passagieren kostenlose Umbuchungen oder Rückerstattungen an. An normalen Tagen wickelt die drittgrößte US-Fluggesellschaft 3400 Flüge ab.

Zu den Gründen für den Computerfehler äußerte sich American Airlines nicht näher. Zunächst hatte die Gesellschaft das branchenweit verwendete Reservierungssystem Sabre verantwortlich gemacht, sich später aber für diese Aussage entschuldigt. Es gebe auch keinen Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen in Boston, erklärte American Airlines in einer Mitteilung. Nach dem Bombenanschlag mit drei Toten waren die Sicherheitsvorkehrungen in den USA erhöht worden.

Pannen mit Buchungssystemen behindern immer wieder den Flugverkehr in den USA. Zuletzt war es vor allem der Rivale United Airlines, der damit negative Schlagzeilen machte. United ist momentan die größte Fluggesellschaft der Welt, würde aber von American Airlines und US Airways überholt. Am Montag hatte American Airlines einen detaillierten Plan vorgelegt, wie sich das Unternehmen den Neustart aus der Insolvenz vorstellt. Die Gläubiger von American Airlines werden 72 Prozent an der gemeinsamen Gesellschaft halten.

dab/dpa